funk ist ein Angebot von

ard

und

zdf
funkfunk
Seite wird geladen

17. Januar 2023

Anonym vor Gericht | Der Fall Ella

Am 26. November 2020 nehmen SEK-Beamte bei der Räumung eines Baumhausdorfs im Dannenröder Forst eine Aktivistin fest. Sie weigert sich, ihre Identität preiszugeben – sowohl nach ihrer Festnahme wie auch vor Gericht, wo sie als uwP 1 (unbekannte weibliche Person 1) geführt und „Ella“ genannt wird . Ihre Verteidiger*innen plädieren auf Freispruch, doch Ella wird schuldig gesprochen – auch weil sie durch das Geheimhalten ihrer Identität die Zusammenarbeit mit dem Gericht verweigere. Wie der Fall weitergeht und ob die Identität von Ella mittlerweile bekannt ist, erfährst du im Video.

Der Fall

Die Hosts von Der Fall wollen Psyche von Opfern und Täter:innen verstehen und fragen nach dem gesellschaftlichen Zusammenhang.

Der Fall gibt es auch hier:

Was heißt das?

17. Januar 2023

Anonym vor Gericht | Der Fall Ella

Am 26. November 2020 nehmen SEK-Beamte bei der Räumung eines Baumhausdorfs im Dannenröder Forst eine Aktivistin fest. Sie weigert sich, ihre Identität preiszugeben – sowohl nach ihrer Festnahme wie auch vor Gericht, wo sie als uwP 1 (unbekannte weibliche Person 1) geführt und „Ella“ genannt wird . Ihre Verteidiger*innen plädieren auf Freispruch, doch Ella wird schuldig gesprochen – auch weil sie durch das Geheimhalten ihrer Identität die Zusammenarbeit mit dem Gericht verweigere. Wie der Fall weitergeht und ob die Identität von Ella mittlerweile bekannt ist, erfährst du im Video.

49 Videos
vor 9 Monaten12:50

Wie gefährlich ist es heute als Prostituierte in Hamburg? | Der Fall Fritz Honka

Es ist der 17. Juli 1975. Ein Dachstuhl im Hamburger Stadtteil St.Pauli brennt. Dabei werden vier verkohlte und zerstückelte Frauenleichen gefunden. Der unscheinbare Mieter, der 40-jährige Nachtwächter Fritz Honka, wird schnell festgenommen. Wie sind die Frauen ums Lebens gekommen? Und wer waren sie? Kaum einer vermisst sie nach ihrem Verschwinden. Es sind Frauen aus dem Hamburger Milieu der oft obdachlosen Prostituierten, die alkoholabhängig in den Bars sitzen, zum Beispiel in der Kneipe “Zum Goldenen Handschuh”. Frauen, von denen Männer wie Honka denken, sie können mit ihnen machen, was sie wollen. Honka verbringt seine Freizeit in diesen Kneipen, trinkt sich dort in die Bewusstlosigkeit, nimmt die Prostituierten von der Reeperbahn tagelang mit zu sich nach Hause - und tötet letztendlich vier Menschen. Heute ist der Name Fritz Honka so etwas wie eine popkulturelle Referenz: Bücher, Filme, Tourist:innen in Honkas Stammkneipen und vor seinem Haus - quasi Kultstatus für den Täter. Um die Opfer Gertrud Bräuer, Anna Beuschel, Frieda Roblick und Ruth Schult geht es kaum. Unsere Host und Psychologie-Studentin Chantale fragt sich, warum Menschen einfach so vergessen werden können, dass sie nirgends vermisst werden. Wäre solch ein Verbrechen heute noch möglich? Sind insbesondere Prostituierte auch heute noch dem Gesetz der Straße ausgesetzt und schutzlos gegenüber Menschen wie Fritz Honka?