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15. Februar 2022

Getötet im Alkoholrausch | Der Fall Theresa S.

Theresa Stahl ist 20 Jahre alt, als sie im Frühjahr 2017 vom betrunkenen Fahranfänger Philip K. totgefahren wird. Es kommt zum Prozess gegen Philip K.* - und dieser sorgt bundesweit für Empörung. Denn der 18-Jährige wird nicht wegen fahrlässiger Tötung, sondern wegen fahrlässigen Vollrauschs verurteilt. Er bekommt eine Geldauflage von 5.000€ und ein Jahr Fahrverbot. Die Staatsanwaltschaft und der Vater der getöteten Theresa Stahl legen Berufung ein. Im Zentrum dieses Falls steht der sogenannte Vollrausch-Paragraph und die Frage: Wie kann es sein, dass der Fahrer nur wegen seines Rausches verurteilt wird, nicht aber wegen seiner Tat? *Name geändert

Der Fall

Die Hosts von Der Fall wollen Psyche von Opfern und Täter:innen verstehen und fragen nach dem gesellschaftlichen Zusammenhang.

Der Fall gibt es auch hier:

Was heißt das?

15. Februar 2022

Getötet im Alkoholrausch | Der Fall Theresa S.

Theresa Stahl ist 20 Jahre alt, als sie im Frühjahr 2017 vom betrunkenen Fahranfänger Philip K. totgefahren wird. Es kommt zum Prozess gegen Philip K.* - und dieser sorgt bundesweit für Empörung. Denn der 18-Jährige wird nicht wegen fahrlässiger Tötung, sondern wegen fahrlässigen Vollrauschs verurteilt. Er bekommt eine Geldauflage von 5.000€ und ein Jahr Fahrverbot. Die Staatsanwaltschaft und der Vater der getöteten Theresa Stahl legen Berufung ein. Im Zentrum dieses Falls steht der sogenannte Vollrausch-Paragraph und die Frage: Wie kann es sein, dass der Fahrer nur wegen seines Rausches verurteilt wird, nicht aber wegen seiner Tat? *Name geändert

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vor 7 Monaten12:50

Wie gefährlich ist es heute als Prostituierte in Hamburg? | Der Fall Fritz Honka

Es ist der 17. Juli 1975. Ein Dachstuhl im Hamburger Stadtteil St.Pauli brennt. Dabei werden vier verkohlte und zerstückelte Frauenleichen gefunden. Der unscheinbare Mieter, der 40-jährige Nachtwächter Fritz Honka, wird schnell festgenommen. Wie sind die Frauen ums Lebens gekommen? Und wer waren sie? Kaum einer vermisst sie nach ihrem Verschwinden. Es sind Frauen aus dem Hamburger Milieu der oft obdachlosen Prostituierten, die alkoholabhängig in den Bars sitzen, zum Beispiel in der Kneipe “Zum Goldenen Handschuh”. Frauen, von denen Männer wie Honka denken, sie können mit ihnen machen, was sie wollen. Honka verbringt seine Freizeit in diesen Kneipen, trinkt sich dort in die Bewusstlosigkeit, nimmt die Prostituierten von der Reeperbahn tagelang mit zu sich nach Hause - und tötet letztendlich vier Menschen. Heute ist der Name Fritz Honka so etwas wie eine popkulturelle Referenz: Bücher, Filme, Tourist:innen in Honkas Stammkneipen und vor seinem Haus - quasi Kultstatus für den Täter. Um die Opfer Gertrud Bräuer, Anna Beuschel, Frieda Roblick und Ruth Schult geht es kaum. Unsere Host und Psychologie-Studentin Chantale fragt sich, warum Menschen einfach so vergessen werden können, dass sie nirgends vermisst werden. Wäre solch ein Verbrechen heute noch möglich? Sind insbesondere Prostituierte auch heute noch dem Gesetz der Straße ausgesetzt und schutzlos gegenüber Menschen wie Fritz Honka?

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