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29. Juni 2021

Kampf wegen der Pille gegen den Pharmariesen Bayer | Der Fall Felicitas Rohrer

Felicitas Rohrer nahm 9 Monate lang die Pille und wäre an einer Lungenembolie fast gestorben. Gegen den Bayer-Konzern, der ihre Pille vertrieb, klagt sie schon seit zehn Jahren. Felicitas sagt, Bayer hätte sie nicht ausreichend vor den Risiken der Pille gewarnt. Die #Antibabypille: Seit Jahrzehnten verspricht sie Selbstbestimmung und Sicherheit. Die Pille ist Deutschlands beliebtestes Verhütungsmittel. Und das umstrittenste. Denn besonders neuere Pillen können schwere Nebenwirkungen haben: Migräne, Depressionen, lebensgefährliche Lungenembolien. In erster Instanz hat Felicitas ihren Prozess verloren. Doch sie gibt nicht auf. David gegen Goliath. Unsere Host Nemi El-Hassan will herausfinden: Kann eine einzelne Frau einen Pharma-Riesen vor Gericht bezwingen? Verstoßen Pharmaunternehmen, die zu wenig über die Gefahren ihrer Antibabypillen aufklären, gegen das Gesetz? Und hat Felicitas Rohrers Kampf etwas verändert?

Der Fall

Die Hosts von Der Fall wollen Psyche von Opfern und Täter:innen verstehen und fragen nach dem gesellschaftlichen Zusammenhang.

Der Fall gibt es auch hier:

Was heißt das?

29. Juni 2021

Kampf wegen der Pille gegen den Pharmariesen Bayer | Der Fall Felicitas Rohrer

Felicitas Rohrer nahm 9 Monate lang die Pille und wäre an einer Lungenembolie fast gestorben. Gegen den Bayer-Konzern, der ihre Pille vertrieb, klagt sie schon seit zehn Jahren. Felicitas sagt, Bayer hätte sie nicht ausreichend vor den Risiken der Pille gewarnt. Die #Antibabypille: Seit Jahrzehnten verspricht sie Selbstbestimmung und Sicherheit. Die Pille ist Deutschlands beliebtestes Verhütungsmittel. Und das umstrittenste. Denn besonders neuere Pillen können schwere Nebenwirkungen haben: Migräne, Depressionen, lebensgefährliche Lungenembolien. In erster Instanz hat Felicitas ihren Prozess verloren. Doch sie gibt nicht auf. David gegen Goliath. Unsere Host Nemi El-Hassan will herausfinden: Kann eine einzelne Frau einen Pharma-Riesen vor Gericht bezwingen? Verstoßen Pharmaunternehmen, die zu wenig über die Gefahren ihrer Antibabypillen aufklären, gegen das Gesetz? Und hat Felicitas Rohrers Kampf etwas verändert?

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vor 5 Monaten12:50

Wie gefährlich ist es heute als Prostituierte in Hamburg? | Der Fall Fritz Honka

Es ist der 17. Juli 1975. Ein Dachstuhl im Hamburger Stadtteil St.Pauli brennt. Dabei werden vier verkohlte und zerstückelte Frauenleichen gefunden. Der unscheinbare Mieter, der 40-jährige Nachtwächter Fritz Honka, wird schnell festgenommen. Wie sind die Frauen ums Lebens gekommen? Und wer waren sie? Kaum einer vermisst sie nach ihrem Verschwinden. Es sind Frauen aus dem Hamburger Milieu der oft obdachlosen Prostituierten, die alkoholabhängig in den Bars sitzen, zum Beispiel in der Kneipe “Zum Goldenen Handschuh”. Frauen, von denen Männer wie Honka denken, sie können mit ihnen machen, was sie wollen. Honka verbringt seine Freizeit in diesen Kneipen, trinkt sich dort in die Bewusstlosigkeit, nimmt die Prostituierten von der Reeperbahn tagelang mit zu sich nach Hause - und tötet letztendlich vier Menschen. Heute ist der Name Fritz Honka so etwas wie eine popkulturelle Referenz: Bücher, Filme, Tourist:innen in Honkas Stammkneipen und vor seinem Haus - quasi Kultstatus für den Täter. Um die Opfer Gertrud Bräuer, Anna Beuschel, Frieda Roblick und Ruth Schult geht es kaum. Unsere Host und Psychologie-Studentin Chantale fragt sich, warum Menschen einfach so vergessen werden können, dass sie nirgends vermisst werden. Wäre solch ein Verbrechen heute noch möglich? Sind insbesondere Prostituierte auch heute noch dem Gesetz der Straße ausgesetzt und schutzlos gegenüber Menschen wie Fritz Honka?

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