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27. Juli 2021

Tödliche Schüsse im Gerichtssaal | Der Fall Marianne Bachmeier

Es ist einer der aufsehenerregendsten Kriminalfälle in Deutschland: Am 6. März 1981 erschießt Marianne Bachmeier den Mörder ihrer 7-jährigen Tochter im Gerichtssaal. Die Tat und der anschließende Prozess werden zu einem Medienereignis und Marianne Bachmeier wird zu einer Heldin. Die Öffentlichkeit feiert sie als Rächerin ihrer Tochter. Auch das Urteil gegen sie fällt milder aus als es juristisch zu erwarten war. Warum waren so viele Menschen bereit, ihre moralischen Grenzen im Fall #MarianneBachmeier zu überschreiten und ihre Tat zu rechtfertigen? Das erklärt unsere Host und Kriminalpsychologin Lydia.

Der Fall

Die Hosts von Der Fall wollen Psyche von Opfern und Täter:innen verstehen und fragen nach dem gesellschaftlichen Zusammenhang.

Der Fall gibt es auch hier:

Was heißt das?

27. Juli 2021

Tödliche Schüsse im Gerichtssaal | Der Fall Marianne Bachmeier

Es ist einer der aufsehenerregendsten Kriminalfälle in Deutschland: Am 6. März 1981 erschießt Marianne Bachmeier den Mörder ihrer 7-jährigen Tochter im Gerichtssaal. Die Tat und der anschließende Prozess werden zu einem Medienereignis und Marianne Bachmeier wird zu einer Heldin. Die Öffentlichkeit feiert sie als Rächerin ihrer Tochter. Auch das Urteil gegen sie fällt milder aus als es juristisch zu erwarten war. Warum waren so viele Menschen bereit, ihre moralischen Grenzen im Fall #MarianneBachmeier zu überschreiten und ihre Tat zu rechtfertigen? Das erklärt unsere Host und Kriminalpsychologin Lydia.

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vor 9 Monaten12:50

Wie gefährlich ist es heute als Prostituierte in Hamburg? | Der Fall Fritz Honka

Es ist der 17. Juli 1975. Ein Dachstuhl im Hamburger Stadtteil St.Pauli brennt. Dabei werden vier verkohlte und zerstückelte Frauenleichen gefunden. Der unscheinbare Mieter, der 40-jährige Nachtwächter Fritz Honka, wird schnell festgenommen. Wie sind die Frauen ums Lebens gekommen? Und wer waren sie? Kaum einer vermisst sie nach ihrem Verschwinden. Es sind Frauen aus dem Hamburger Milieu der oft obdachlosen Prostituierten, die alkoholabhängig in den Bars sitzen, zum Beispiel in der Kneipe “Zum Goldenen Handschuh”. Frauen, von denen Männer wie Honka denken, sie können mit ihnen machen, was sie wollen. Honka verbringt seine Freizeit in diesen Kneipen, trinkt sich dort in die Bewusstlosigkeit, nimmt die Prostituierten von der Reeperbahn tagelang mit zu sich nach Hause - und tötet letztendlich vier Menschen. Heute ist der Name Fritz Honka so etwas wie eine popkulturelle Referenz: Bücher, Filme, Tourist:innen in Honkas Stammkneipen und vor seinem Haus - quasi Kultstatus für den Täter. Um die Opfer Gertrud Bräuer, Anna Beuschel, Frieda Roblick und Ruth Schult geht es kaum. Unsere Host und Psychologie-Studentin Chantale fragt sich, warum Menschen einfach so vergessen werden können, dass sie nirgends vermisst werden. Wäre solch ein Verbrechen heute noch möglich? Sind insbesondere Prostituierte auch heute noch dem Gesetz der Straße ausgesetzt und schutzlos gegenüber Menschen wie Fritz Honka?