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6. Juli 2021

Vom Opfer zum plötzlichen Hassobjekt | Der Fall Natascha Kampusch

Die 10-jährige Natascha Kampusch verschwindet auf dem Weg zur Schule. Sie wird entführt und 8 Jahre lang in einem Keller von Wolfgang Priklopil eingesperrt. Als sie endlich freikommt, hat die Gesellschaft ein ganz klares Bild davon, wie ein Opfer wie Natascha Kampusch zu sein hat. Wie “soll” ein Opfer solch schwerer Gewalt denn in den Köpfen vieler Menschen sein? Verletzlich, emotional, schwach. Doch auf die 18-jährige Natascha #Kampusch trifft das nicht zu: Sie tritt selbstbewusst vor die Medien, wirkt stark und reflektiert. Vom anfänglichen Mitgefühl für Natascha Kampusch ist schon kurze Zeit nach ihrer Flucht aus dem Keller nicht mehr viel zu spüren. Sie wird angefeindet und man beginnt sogar, ihr eine Mitschuld an dem Verbrechen ihres Peinigers zu geben. Wie kann das sein? Und welche psychologischen Mechanismen stecken hinter dieser Opfer-Umkehr? Diesen Fragen geht unsere Der-Fall-Expertin und Kriminalpsychologin @Lydia Benecke auf den Grund.

Der Fall

Die Hosts von Der Fall wollen Psyche von Opfern und Täter:innen verstehen und fragen nach dem gesellschaftlichen Zusammenhang.

Der Fall gibt es auch hier:

Was heißt das?

6. Juli 2021

Vom Opfer zum plötzlichen Hassobjekt | Der Fall Natascha Kampusch

Die 10-jährige Natascha Kampusch verschwindet auf dem Weg zur Schule. Sie wird entführt und 8 Jahre lang in einem Keller von Wolfgang Priklopil eingesperrt. Als sie endlich freikommt, hat die Gesellschaft ein ganz klares Bild davon, wie ein Opfer wie Natascha Kampusch zu sein hat. Wie “soll” ein Opfer solch schwerer Gewalt denn in den Köpfen vieler Menschen sein? Verletzlich, emotional, schwach. Doch auf die 18-jährige Natascha #Kampusch trifft das nicht zu: Sie tritt selbstbewusst vor die Medien, wirkt stark und reflektiert. Vom anfänglichen Mitgefühl für Natascha Kampusch ist schon kurze Zeit nach ihrer Flucht aus dem Keller nicht mehr viel zu spüren. Sie wird angefeindet und man beginnt sogar, ihr eine Mitschuld an dem Verbrechen ihres Peinigers zu geben. Wie kann das sein? Und welche psychologischen Mechanismen stecken hinter dieser Opfer-Umkehr? Diesen Fragen geht unsere Der-Fall-Expertin und Kriminalpsychologin @Lydia Benecke auf den Grund.

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vor 7 Monaten12:50

Wie gefährlich ist es heute als Prostituierte in Hamburg? | Der Fall Fritz Honka

Es ist der 17. Juli 1975. Ein Dachstuhl im Hamburger Stadtteil St.Pauli brennt. Dabei werden vier verkohlte und zerstückelte Frauenleichen gefunden. Der unscheinbare Mieter, der 40-jährige Nachtwächter Fritz Honka, wird schnell festgenommen. Wie sind die Frauen ums Lebens gekommen? Und wer waren sie? Kaum einer vermisst sie nach ihrem Verschwinden. Es sind Frauen aus dem Hamburger Milieu der oft obdachlosen Prostituierten, die alkoholabhängig in den Bars sitzen, zum Beispiel in der Kneipe “Zum Goldenen Handschuh”. Frauen, von denen Männer wie Honka denken, sie können mit ihnen machen, was sie wollen. Honka verbringt seine Freizeit in diesen Kneipen, trinkt sich dort in die Bewusstlosigkeit, nimmt die Prostituierten von der Reeperbahn tagelang mit zu sich nach Hause - und tötet letztendlich vier Menschen. Heute ist der Name Fritz Honka so etwas wie eine popkulturelle Referenz: Bücher, Filme, Tourist:innen in Honkas Stammkneipen und vor seinem Haus - quasi Kultstatus für den Täter. Um die Opfer Gertrud Bräuer, Anna Beuschel, Frieda Roblick und Ruth Schult geht es kaum. Unsere Host und Psychologie-Studentin Chantale fragt sich, warum Menschen einfach so vergessen werden können, dass sie nirgends vermisst werden. Wäre solch ein Verbrechen heute noch möglich? Sind insbesondere Prostituierte auch heute noch dem Gesetz der Straße ausgesetzt und schutzlos gegenüber Menschen wie Fritz Honka?

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