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12. Mai 2022

5 Invasionen der Geschichte

Sie lügen, manipulieren, verfälschen: Machthaber sind oft sehr kreativ, wenn es darum geht, Gründe für eine Invasion in fremdes Staatsgebiet zu finden. Dabei stehen für sie meistens ganz eigene Interessen an den Kriegen im Fokus. Julius Cäsar will beispielsweise seinen persönlichen Ruf und Einfluss in Rom retten, als er beginnt, Gallien zu überfallen. Friedrich II. von Preußen erfindet uralte Rechtsansprüche auf das reiche Schlesien, um Österreich anzugreifen und seine Macht auszuweiten. Adolf Hitler lässt am 1. September 1939 unter anderem verlauten, Polen habe den deutschen Sender Gleiwitz überfallen. Eine dreiste Lüge, mit der er den Angriffskrieg auf das Nachbarland rechtfertigt – und die die Menschheit in den Zweiten Weltkrieg stürzt. Auch der Irakkrieg (Dritter Golfkrieg) 2003 beginnt mit einer Lüge. Die USA behaupten, der irakische Diktator Saddam Hussein habe Massenvernichtungswaffen, die Invasion sei ein Präventivschlag. US-kritische Stimmen meinen: Der Regierung um US-Präsident George W. Bush ging es bei der Invasion in den Irak vor allem um den Zugang zu Ölfeldern. Massenvernichtungswaffen werden nach dem Angriff nicht gefunden. Die vorgelegten Beweise waren gefälscht. In diesem Video geht es um fünf Beispiele von vorgeschobenen oder fingierten Vorfällen, die als Rechtfertigung für eine Invasion dienen. Welche Gemeinsamkeiten haben diese Überfälle? Wo liegen Unterschiede? Mirko zeigt, wie von der Antike bis heute immer wieder ganz ähnliche Muster auftreten. Und erklärt, wieso solche Manipulationen oft erfolgreich sind. Kapitel: 00:00 Intro 00:48 Rom gegen Gallien 02:26 Preußen gegen Österreich 04:53 Deutsches Reich gegen Polen 07:16 Sowjetunion gegen Tschechoslowakei 09:40 USA gegen Irak 12:33 Was eint die Invasionen? Eine Produktion der objektiv media GmbH für Terra X und funk: Moderation: Mirko Drotschmann Autor: Matthias Schöberl Producer: Andreas Sommer Redaktion (OM): Inga Haupt Motion Design: Christian Wischnewski Schnitt: Christian Wischnewski ZDF: Kai Jostmeier, Johanna Kaack

MrWissen2go Geschichte

Bei MrWissen2go Geschichte gibt es spannende Videos rund um historische Themen. Mit dabei: alles von A wie „Antike“ bis Z wie „Zarenreich“.

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12. Mai 2022

5 Invasionen der Geschichte

Sie lügen, manipulieren, verfälschen: Machthaber sind oft sehr kreativ, wenn es darum geht, Gründe für eine Invasion in fremdes Staatsgebiet zu finden. Dabei stehen für sie meistens ganz eigene Interessen an den Kriegen im Fokus. Julius Cäsar will beispielsweise seinen persönlichen Ruf und Einfluss in Rom retten, als er beginnt, Gallien zu überfallen. Friedrich II. von Preußen erfindet uralte Rechtsansprüche auf das reiche Schlesien, um Österreich anzugreifen und seine Macht auszuweiten. Adolf Hitler lässt am 1. September 1939 unter anderem verlauten, Polen habe den deutschen Sender Gleiwitz überfallen. Eine dreiste Lüge, mit der er den Angriffskrieg auf das Nachbarland rechtfertigt – und die die Menschheit in den Zweiten Weltkrieg stürzt. Auch der Irakkrieg (Dritter Golfkrieg) 2003 beginnt mit einer Lüge. Die USA behaupten, der irakische Diktator Saddam Hussein habe Massenvernichtungswaffen, die Invasion sei ein Präventivschlag. US-kritische Stimmen meinen: Der Regierung um US-Präsident George W. Bush ging es bei der Invasion in den Irak vor allem um den Zugang zu Ölfeldern. Massenvernichtungswaffen werden nach dem Angriff nicht gefunden. Die vorgelegten Beweise waren gefälscht. In diesem Video geht es um fünf Beispiele von vorgeschobenen oder fingierten Vorfällen, die als Rechtfertigung für eine Invasion dienen. Welche Gemeinsamkeiten haben diese Überfälle? Wo liegen Unterschiede? Mirko zeigt, wie von der Antike bis heute immer wieder ganz ähnliche Muster auftreten. Und erklärt, wieso solche Manipulationen oft erfolgreich sind. Kapitel: 00:00 Intro 00:48 Rom gegen Gallien 02:26 Preußen gegen Österreich 04:53 Deutsches Reich gegen Polen 07:16 Sowjetunion gegen Tschechoslowakei 09:40 USA gegen Irak 12:33 Was eint die Invasionen? Eine Produktion der objektiv media GmbH für Terra X und funk: Moderation: Mirko Drotschmann Autor: Matthias Schöberl Producer: Andreas Sommer Redaktion (OM): Inga Haupt Motion Design: Christian Wischnewski Schnitt: Christian Wischnewski ZDF: Kai Jostmeier, Johanna Kaack

193 Videos
vor 6 Stunden10:53

Bürgerkrieg im Jemen: Die Geschichte dahinter

Seit 2014 herrscht im Jemen ein brutaler Bürgerkrieg unter Beteiligung ausländischer Mächte. Die Folgen für die Bevölkerung im ärmsten Land der arabischen Welt sind verheerend. Ein Blick in die Geschichte des Jemen hilft dabei, diesen Konflikt besser zu verstehen. Dabei ist natürlich klar: Der Jemen ist mehr als nur eine „Krisenregion”. Gerade in der Antike blickt er auf eine blühende Geschichte zurück. Doch seit dem Mittelalter ist der Jemen ein tief gespaltenes und instabiles Gebiet, das ständig von Konflikten erschüttert wird. Immer wieder tragen auch fremde Länder dazu bei, das Land zu destabilisieren. Sie wollen ihren Einfluss im Jemen ausweiten, denn das Land liegt an der Meerenge zwischen dem Roten und dem Arabischen Meer, besonders seit dem Bau des Suezkanals ab 1859 ein sehr wichtiger Handelsknoten. Wer das Gebiet kontrolliert, kontrolliert damit auch diesen wichtigen Wasserweg zwischen Asien und Europa. Und so gehören Teile des Jemen im Laufe der Geschichte mal zum Osmanischen Reich, mal zum Britischen Weltreich, sie stehen unter dem Einfluss anderer arabischer Staaten oder der Sowjetunion. Was bleibt: die Bevölkerung leidet unter den Besatzern. Auch die Wiedervereinigung von Nord- und Südjemen 1990 und die Revolutionsbewegungen des sogenannten Arabischen Frühlings ab 2011 geben nur kurz Hoffnung auf eine friedlichere Zukunft. Welchen Einfluss teils jahrhundertealte Entwicklungen auf die heutige Situation im Jemen haben, wie es zum aktuellen Bürgerkrieg kommt und wieso es doch Hoffnung für die Menschen im Land gibt, erfahrt ihr in diesem Video. Dieses Video ist eine Kooperation mit dem Kanal @Crisis – Hinter der Front. Kriegsreporter Konstantin berichtet jede Woche von den verschiedenen Konfliktgebieten dieser Erde. Seine Reportage zum Krieg im Jemen findet ihr hier: LINK Vielen Dank an Anne-Linda Amira Augustin und Mareike Brandt für die hilfreichen Anmerkungen! Kapitel: 00:00 Intro 00:50 Der Jemen heute 01:57 Blühender Handel im Altertum 03:07 Teil der islamischen Welt 03:55 Eroberungen durch Osmanen und Briten 05:49 Nordjemen und Südjemen 06:20 Politische Einheit ab 1990? 07:55 „Arabischer Frühling” und neue Kriegsparteien 10:26 Hoffnung auf Frieden? Eine Produktion der objektiv media GmbH für Terra X und funk: Moderation: Mirko Drotschmann Autor: Konstantin Flemig Producer: Andreas Sommer Produktionsassistenz: Julius Wentland Redaktion (OM): Inga Haupt Motion Design: Christian Wischnewski Schnitt: Christian Wischnewski Thumbnail: David Weber ZDF: Kai Jostmeier, Alexandra Reuter

vor 15 Tagen11:50

Die Geschichte Sachsens

Was verbindet ihr mit Sachsen? Mit Fußball und dem RB Leipzig, mit der Elbe, Dresden, Leipziger Allerlei und der Frauenkirche? Oder vielleicht mit großen Protestaktionen und Aufmärschen? Die Gegenwart Sachsens ist so vielfältig wie seine Geschichte: Um das Jahr 1000 entsteht bei Meißen die Markgrafschaft Sachsen. 850 Jahre lang herrscht das Adelsgeschlecht der Wettiner über Sachsen mit berühmten Herrschern wie August dem Starken. Seine Residenzstadt Dresden lässt er im Barockstil modernisieren und prägt damit bis heute ihr Stadtbild. Im 19. Jahrhundert verliert Sachsen auch durch mehrere militärische Niederlagen an politischer Bedeutung, bleibt aber ein wirtschaftliches und gesellschaftliches Zentrum. Erst nach dem Ersten Weltkrieg endet die Dynastie der Wettiner, Sachsen wird Teil der Weimarer Republik. Der Zweite Weltkrieg geht auch an Sachsen nicht spurlos vorbei: Die Bilder der Zerstörung Dresdens nach verheerenden Luftangriffen der Alliierten im Februar 1945 bleiben im kollektiven Gedächtnis der Deutschen. Doch Sachsen bleibt auch nach dem Krieg bedeutend: Auf dem Weg zur deutschen Wiedervereinigung spielen die friedlichen Proteste der Montagsdemonstrationen eine besondere Rolle. Am 3. Oktober 1990, dem Tag der deutschen Wiedervereinigung, wird das heutige Bundesland auf der Meißner Albrechtsburg gegründet. Wie Sachsen zur Wirtschaftsmacht und einem der einflussreichsten Länder im deutschen „Flickenteppich” wird, welche Rückschläge das Land erfährt und wie die sächsische Geschichte immer wieder die Gegenwart prägt, erklärt Mirko in diesem Video. Kapitel: 00:00 Intro 00:59 Fakt 1: (Fast) Alles beginnt mit den Wettinern 02:37 Fakt 2: Sachsen ist viel mehr als Sachsen 04:27 Fakt 3: August der Starke macht Sachsen stark 05:53 Fakt 4: Sachsen ist eine Wirtschaftsmacht 08:12 Fakt 5: Sachsen ist ein wichtiger Schauplatz deutscher Geschichte

vor einem Monat10:25

Haben wir aus den Energiekrisen der 1970er gelernt?

Bei der aktuellen Energiekrise fällt immer wieder der Vergleich zu den Ölkrisen der 1970er-Jahre: Aufrufe zum Energiesparen, Forderungen nach autofreien Sonntagen, nach neuen, alternativen Energiequellen und Maßnahmen gegen Inflation und einen Wirtschaftseinbruch kommen uns sehr bekannt vor. Zur ersten Ölkrise in der Bundesrepublik kommt es 1973, als Erdöllieferungen aus den arabischen Ländern ausbleiben und die Ölpreise in die Höhe schießen. Und mit ihnen die Arbeitslosigkeit. Die Wirtschaft leidet unter der Energiekrise. Die Regierung um Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) greift 1973 zu drastischen Maßnahmen. Andere Energiequellen wie Erdgas, Atomkraft und erneuerbare Energien sollen der Krise entgegenwirken. Kurzfristig geht die Bundesrepublik auf radikalen Sparkurs: Ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen dient der Einsparung von Benzin. An einigen Sonntagen gilt sogar ein komplettes Fahrverbot. Unter Kanzler Helmut Schmidt muss die Regierung 1979 abermals mit Maßnahmen zum Energiesparen aktiv werden: Eine von vielen Neuerungen ist die Einführung der Sommerzeit – auch wenn sie insgesamt nicht als besonders erfolgreich gilt. Erneut belasten die Ölkrisen die gesamte Wirtschaft. Die Regierung macht sich außerdem auf die Suche nach neuen Lieferanten, um die Abhängigkeit der Bundesrepublik von arabischem Öl zu beenden. Sie finden sie vor allem in Moskau: Trotz des Kalten Kriegs liefert die Sowjetunion bald Öl und Erdgas in den Westen. Aber inwiefern hängen die Ölkrisen der 70er Jahre mit unserer heutigen Energiekrise zusammen? Wie gleichen sich die Krisen und wo unterscheiden sie sich? Und vor allem: Was können wir heute aus den früheren Krisen lernen? All das erfahrt ihr in diesem Video. Kapitel: 00:00 Intro 00:32 Die erste Ölkrise 1973 02:22 Inflation, Fahrverbot und Tempolimit 04:42 Die zweite Ölkrise 1979 08:00 Energiekrise 2022 Eine Produktion der objektiv media GmbH für Terra X und funk: Moderation: Mirko Drotschmann Autor: Matthias Schöberl Producer: Andreas Sommer Produktionsassistenz: Maja Brager Redaktion (OM): Inga Haupt Motion Design: Christian Wischnewski Schnitt: Christian Wischnewski Thumbnail: David Weber ZDF: Kai Jostmeier, Alexandra Reuter

vor einem Monat09:47

Taiwan vs. China: Die Geschichte des Konflikts

Die Geschichte Taiwans ist auch die Geschichte eines langen Konflikts. China bezeichnet die Insel vor dem chinesischen Festland als „abtrünnige Provinz” und droht mit „Rückeroberung”. Die meisten Taiwaner hingegen sehen sich als eigenständig, sie wollen ihre Demokratie und Unabhängigkeit behalten. Die USA unterstützen Taiwan gegen China. Nicht erst durch den Besuch der US-Politikerin Nancy Pelosi nehmen die geopolitischen Spannungen zu. Zahlreiche Manöver vor der taiwanischen Küste heizen die Stimmung an. Chinas Präsident Xi Jinping betont immer wieder: Er sieht Taiwan als einen Teil Chinas und will die Insel in die Volksrepublik eingliedern. Droht der Konflikt offen auszubrechen? Kommt es zum Krieg? Die Ursachen des Konflikts reichen weit zurück: Als im Chinesischen Bürgerkrieg (1927-1949) die Kommunisten unter Mao Zedong, die Oberhand gewinnen, flieht die republikanische Regierung um Chiang Kai-shek 1949 auf die Insel Taiwan. Chiang Kai-shek und seine Anhänger errichten dort eine neue Herrschaft. Während Mao in Peking die „Volksrepublik China” ausruft, wird Taiwan zur „Republik China.” De facto gibt es seitdem zwei chinesische Staaten. Den Status Taiwans zu erklären, ist … kompliziert. Heutzutage erkennt kaum eine Regierung die Republik auf Taiwan offiziell an, es gilt die „Ein-China-Politik”. Dennoch existiert auf Taiwan seit einigen Jahrzehnten eine autonome Regierung und das Land hat sich seit den 1980ern zu einer stabilen Demokratie und hochtechnologischen Wirtschaftsmacht entwickelt. Wie sich der Konflikt zwischen den „zwei Chinas” entwickelt hat, welche Rolle die USA spielen und warum Taiwan für China eine so große Bedeutung hat, erfahrt ihr in diesem Video. Aktuelle Nachrichten zum Taiwan-Konflikt findest du hier: https://kurz.zdf.de/yUv/ Kapitel: 00:00 Intro 00:47 bis 1945: Taiwan zwischen Europa, China und Japan 02:48 1945 - 1949: Zwei Chinas entstehen 03:40 1950 - 1975: Taiwan im Kalten Krieg 07:10 1980er bis heute: China vs. demokratisches China 08:29 2022: Was macht Deutschland? Wir gehören zu #terraX und #funk Eine Produktion der objektiv media GmbH für Terra X und funk: Moderation: Mirko Drotschmann Autor: Matthias Schöberl Producer: Andreas Sommer Redaktion (OM): Inga Haupt Motion Design: Christian Wischnewski Schnitt: Christian Wischnewski Thumbnail: David Weber ZDF: Kai Jostmeier, Alexandra Reuter

vor 2 Monaten12:06

Frauen an der Front

Wenn wir an Schlachten und Kriege denken, kommen vielen wohl ähnliche Bilder in den Kopf: Männer in Schützengräben. Panzerfahrer. Ritter auf Pferden. Generäle in Uniform. Dabei spielen Frauen oft eine größere Rolle im Krieg als vielen auf den ersten Blick erscheint: Sie sind Versorgerinnen und Krankenschwestern, sie unterstützen die Kämpfer an der Front oder sichern den Nachschub, indem sie zum Beispiel in Munitionsfabriken oder auf den Feldern arbeiten. Bei der Bundeswehr können seit etwa 20 Jahren Frauen seit etwa 20 Jahren alle militärischen Laufbahnen wählen und auch in der Ukraine kämpfen Soldatinnen gegen die russische Armee. Doch Frauen an der Waffe sind keineswegs ein modernes Phänomen: Denken wir an die Amazonen, über die schon Autoren im antiken Griechenland schreiben. An Jeanne d’Arc, die “Jungfrau von Orleans”, oder die chinesische Legende von Mulan. Florence Nightingale lindert die Leiden der britischen Soldaten im Krimkrieg und im Zweiten Weltkrieg helfen Frauen dabei, die legendäre Verschlüsselung der Enigma-Maschine zu knacken. Auf der anderen Seite dienen deutsche Frauen in der Wehrmacht oder als Flakhelferinnen. Zu keinem Zeitpunkt ist der Krieg „nur männlich”. Wie wichtig außerdem aufständige Frauen in der Französischen Revolution waren und wo ein ganzes Königreich vor einer weiblichen Eliteeinheit zitterte, erfahrt ihr in diesem Video. Kapitel: 00:00 Intro 01:15 Kriegerinnen in der Antike 03:07 Cross-Dressing: Mulan und Jeanne d’Arc 04:38 Frauen im Kriegstross 06:03 Revolutionärinnen in Frankreich und Deutschland 07:55 Frauen in den Weltkriegen 10:28 Soldatinnen in modernen Armeen 10:51 Was ihr wissen solltet Eine Produktion der objektiv media GmbH für Terra X und funk: Moderation: Mirko Drotschmann Autorin: Janine Funke Producer: Andreas Sommer Produktionsassistenz: Jakob Sporn Redaktion (OM): Inga Haupt Motion Design: Christian Wischnewski Schnitt: Christian Wischnewski Thumbnail: David Weber ZDF: Kai Jostmeier, Alexandra Reuter

vor 2 Monaten12:40

Barbarossa: Der überschätzte Kaiser?

Am Sockel des Kyffhäuser-Denkmals in Thüringen sitzt Friedrich I., genannt Barbarossa, wohl einer der bekanntesten deutschen Kaiser. Er soll das Reich geeint, Frieden verbreitet und die Macht des Kaisertums ausgebaut haben. Barbarossa gilt als idealer Ritter und Held der Geschichte. Dabei trägt der Kaiser zeitlebens Konflikte aus: Er liegt im Streit mit dem Papst und führt Kriege gegen Mailand und andere Städte in Norditalien. Selbst Barbarossas Cousin Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern, wendet sich nach 25-jähriger Partnerschaft gegen den Kaiser. Barbarossa stürzt darauf den Welfen. Im Jahr 1190 bricht Friedrich Barbarossa zu einem Kreuzzug nach Jerusalem auf, doch ankommen wird er dort nie: Barbarossa ertrinkt im Fluss Saleph in der heutigen Türkei. Um seinen Tod genau wie um sein Leben ranken sich einige Mythen. Vielfach wird Barbarossa verklärt und von politischen Gruppen instrumentalisiert – wie auch bei seiner Darstellung am Kyffhäuser-Denkmal im 19. Jahrhundert. Er wird zum Nationalhelden stilisiert und als nationale Identifikationsfigur genutzt. Unter Hitler und dem Nationalsozialismus trägt der Angriff auf die Sowjetunion den Codenamen „Operation Barbarossa”. Aber war Barbarossa wirklich so ein großartiger Kaiser? Und wie wird er zu so einer wichtigen Figur in der Folklore? Mirko hat in diesem Geschichte-Video die Antworten für euch. Kapitel: 00:00 Intro 00:41 Mythos 1: Friedrich als Einiger des Reichs 03:38 Mythos 2: Ausbau der Kaisermacht 04:47 Mythos 3: Machtkampf mit dem Papst 07:16 Mythos 4: Die Kyffhäuser-Sage 09:45 Friedrich I. als deutscher Held? Eine Produktion der objektiv media GmbH für Terra X und funk: Moderation: Mirko Drotschmann Autor: Matthias Schöberl Producer: Andreas Sommer Produktionsassistenz: Julius Wentland Redaktion (OM): Inga Haupt Motion Design: Christian Wischnewski Schnitt: Christian Wischnewski Thumbnail: David Weber ZDF: Kai Jostmeier, Alexandra Reuter

vor 3 Monaten12:44

Kirche unterm Hakenkreuz

Die Kirche im NS-Staat: Wie kann man das Verhältnis insgesamt beschreiben? Die Gebote des Christentums beruhen auf Nächstenliebe. Doch das passt nicht zum Rassenwahn der Nationalsozialisten, die 1933 an die Macht kommen. Die Nazis verfolgen, unterdrücken und ermorden Juden, politisch Andersdenkende und andere Minderheiten. Wie gehen die Christen jener Zeit mit dem potenziellen Gewissenskonflikt um? Der christliche Glaube spielt für die Menschen damals schließlich auch im Alltag eine große Rolle. Die Kirchen, in Deutschland vor allem die katholische und evangelische, haben großen gesellschaftlichen Einfluss. Um diesen langfristig einzudämmen, will Adolf Hitler die Kirchen gleichschalten und wichtige Ämter mit seinen Anhängern besetzen. Der Widerspruch zu den Geboten der Bibel sorgt nur bei wenigen Christen dafür, sich gegen das NS-Regime zu stellen. Ein bekanntes Beispiel für den Widerstand ist der Theologe Dietrich Bonhoeffer. Viele Christen arrangieren sich weitestgehend mit dem System. Als Hitler 1939 den Zweiten Weltkrieg beginnt und den Höhepunkt seiner Macht erreicht, jubeln ihm auch viele Menschen zu, die sich klar zum Christentum bekennen. Bis heute wird dieses dunkle Kapitel der Kirche erst nach und nach aufgearbeitet. Das Verhältnis von Christentum und NS-Diktatur ist sehr komplex und schwierig zusammenzufassen. In diesem Video erzählen wir die fiktive Geschichte von Marlene Möller, einer jungen protestantischen Christin, wie sie zur Zeit des Nationalsozialismus gelebt haben könnte. Welche Konflikte Christen damals führen, warum aber auch so viele bekennende Gläubige dem Nationalsozialismus gefolgt sind, erklärt euch Mirko anhand ihres erfundenen Lebenslaufs. Wir danken Angela Borgstedt für Ihre hilfreichen Anmerkungen. Kapitel: 00:00 Intro 01:20 Die Geschichte von Marlene Möller 03:47 Gewaltherrschaft und Terror 05:35 Hitler und die Kirche 07:52 Kirche im Krieg 11:10 Kirche nach 1945 Eine Produktion der objektiv media GmbH für Terra X und funk: Moderation: Mirko Drotschmann Autor: Matthias Schöberl Producer: Andreas Sommer Produktionsassistenz: Jakob Sporn Redaktion (OM): Inga Haupt Motion Design: Christian Wischnewski Schnitt: Christian Wischnewski Thumbnail: David Weber ZDF: Kai Jostmeier, Johanna Kaack, Alexandra Reuter

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