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6. Februar 2019

E-Zigaretten: Das steckt hinter Juul und Co.

Juul, eine E-Zigarette aus den USA, versetzt Gesundheitsexperten in Sorge, weil sie nun auch in Deutschland auf dem Markt ist. Ben geht der Frage nach, ob die Angst vor dem Produkt berechtigt ist. Fakt ist, dass der E-Zigarettenkonsum an US-High Schools von 2017 auf 2018 um 78% gestiegen ist und dass dabei eine E-Zigarette besonders beliebt ist. Die Juul. Jeder 5. Schüler einer High School nutzt sie. Diese Zahlen veröffentlichte die US-amerikanische Lebensmittelüberwachungsbehörde FDA. https://www.fda.gov/NewsEvents/Newsroom/PressAnnouncements/ucm625917.htm Warum gerade die Juul so beliebt ist, ist umstritten. Eine mögliche Erklärung, ist die Marketingkampagne zu ihrer Markteinführung in 2015, die durch junge Models und trendige Ansprache auffiel. https://www.forbes.com/sites/kathleenchaykowski/2018/11/16/the-disturbing-focus-of-juuls-early-marketing-campaigns/#56d78b5914f9 Ein weiterer Faktor könnte ihr Design sein, die Juul gleicht in Größe und Form einem USB-Stick und funktioniert nach den Nespresso-Prinzip mit auswechselbaren Wegwerf-Pods. Das macht sie vergleichsweise einfach zu bedienen und damit offenbar auch attraktiver für Einsteiger. Kritisiert wird auch die vergleichsweise hohe Nikotinmenge in der Flüssigkeit, die die Juul verdampft. In den USA sind es 58 mg pro ml, in Deutschland immerhin 20 mg pro ml. Mehr ist in der EU nicht zugelassen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler denkt sogar darüber nach, die Obergrenze für Nikotin in E-Liquids weiter abzusenken (19.12.2018). http://www.spiegel.de/wirtschaft/e-zigaretten-juul-aus-den-usa-expandiert-nach-deutschland-a-1239161.html Zum 19.12.2018 ist die Juul in Deutschland gestartet und Viele fragen sich, ob hierzulande eine ähnliche Epidemie droht wie in den USA. Juul Lab Deutschland, sagt, ihr Produkt richte sich ausschließlich an erwachsene Zigarettenraucher und sei als gesündere Alternative zu klassischen Zigaretten gedacht (12.12.2018). Außerdem sei die Nikotinkonzentration im Liquid nicht entscheidend, weil die US-Juul so designet sei, dass sie so viel Nikotin in den Dampf abgebe, wie eine normale Zigarette in ihren Rauch. Die Nikotinkonzentration der deutschen Juul entspräche sogar eher der einer sehr leichten Zigarette, so der Juul Gründer James Monsees auf einer Presseveranstaltung zum Marktstart der Juul in Deutschland am 12.12.2018 in Hamburg. Zum Labortest: Wir haben unsere Proben von einem unabhängigen Labor testen lassen und dabei je 60 Zigaretten der Marke Marlboro Red und Marlboro Gold zur Bestimmung des Nikotin im Rauchkondensat nach ISO 10315:2016-12 verwendet. Die Nikotinmenge im Dampf der Juul wurde nach ISO WD 20714:2015-11 gemessen. Da es kein standardisiertes Verfahren zum Vergleich des Nikotingehalts in E-Zigaretten Dampf und Zigarettenrauch gibt, wurden die jeweiligen Ergebnisse für die Vergleichbarkeit auf das gleiche Rauch- bzw. Dampfvolumen umgerechnet. Da sich eine Vergleichbarkeit auf diese Weise nur eine annähernd herstellen lässt, verzichten wir auf die Veröffentlichung der genauen Zahlen. Zahlen zum Rauchverhalten in Deutschland findet ihr hier: https://www.aerzteblatt.de/archiv/197190/Nutzung-von-Tabak-und-E-Zigaretten-sowie-Methoden-zur-Tabakentwoehnung-in-Deutschland Team: Ben Bode, Dayala Lang, Maik Arnold, Katrin Schlusen Musik: ODESZA - Meridian

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E-Zigaretten: Das steckt hinter Juul und Co.

Juul, eine E-Zigarette aus den USA, versetzt Gesundheitsexperten in Sorge, weil sie nun auch in Deutschland auf dem Markt ist. Ben geht der Frage nach, ob die Angst vor dem Produkt berechtigt ist. Fakt ist, dass der E-Zigarettenkonsum an US-High Schools von 2017 auf 2018 um 78% gestiegen ist und dass dabei eine E-Zigarette besonders beliebt ist. Die Juul. Jeder 5. Schüler einer High School nutzt sie. Diese Zahlen veröffentlichte die US-amerikanische Lebensmittelüberwachungsbehörde FDA. https://www.fda.gov/NewsEvents/Newsroom/PressAnnouncements/ucm625917.htm Warum gerade die Juul so beliebt ist, ist umstritten. Eine mögliche Erklärung, ist die Marketingkampagne zu ihrer Markteinführung in 2015, die durch junge Models und trendige Ansprache auffiel. https://www.forbes.com/sites/kathleenchaykowski/2018/11/16/the-disturbing-focus-of-juuls-early-marketing-campaigns/#56d78b5914f9 Ein weiterer Faktor könnte ihr Design sein, die Juul gleicht in Größe und Form einem USB-Stick und funktioniert nach den Nespresso-Prinzip mit auswechselbaren Wegwerf-Pods. Das macht sie vergleichsweise einfach zu bedienen und damit offenbar auch attraktiver für Einsteiger. Kritisiert wird auch die vergleichsweise hohe Nikotinmenge in der Flüssigkeit, die die Juul verdampft. In den USA sind es 58 mg pro ml, in Deutschland immerhin 20 mg pro ml. Mehr ist in der EU nicht zugelassen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler denkt sogar darüber nach, die Obergrenze für Nikotin in E-Liquids weiter abzusenken (19.12.2018). http://www.spiegel.de/wirtschaft/e-zigaretten-juul-aus-den-usa-expandiert-nach-deutschland-a-1239161.html Zum 19.12.2018 ist die Juul in Deutschland gestartet und Viele fragen sich, ob hierzulande eine ähnliche Epidemie droht wie in den USA. Juul Lab Deutschland, sagt, ihr Produkt richte sich ausschließlich an erwachsene Zigarettenraucher und sei als gesündere Alternative zu klassischen Zigaretten gedacht (12.12.2018). Außerdem sei die Nikotinkonzentration im Liquid nicht entscheidend, weil die US-Juul so designet sei, dass sie so viel Nikotin in den Dampf abgebe, wie eine normale Zigarette in ihren Rauch. Die Nikotinkonzentration der deutschen Juul entspräche sogar eher der einer sehr leichten Zigarette, so der Juul Gründer James Monsees auf einer Presseveranstaltung zum Marktstart der Juul in Deutschland am 12.12.2018 in Hamburg. Zum Labortest: Wir haben unsere Proben von einem unabhängigen Labor testen lassen und dabei je 60 Zigaretten der Marke Marlboro Red und Marlboro Gold zur Bestimmung des Nikotin im Rauchkondensat nach ISO 10315:2016-12 verwendet. Die Nikotinmenge im Dampf der Juul wurde nach ISO WD 20714:2015-11 gemessen. Da es kein standardisiertes Verfahren zum Vergleich des Nikotingehalts in E-Zigaretten Dampf und Zigarettenrauch gibt, wurden die jeweiligen Ergebnisse für die Vergleichbarkeit auf das gleiche Rauch- bzw. Dampfvolumen umgerechnet. Da sich eine Vergleichbarkeit auf diese Weise nur eine annähernd herstellen lässt, verzichten wir auf die Veröffentlichung der genauen Zahlen. Zahlen zum Rauchverhalten in Deutschland findet ihr hier: https://www.aerzteblatt.de/archiv/197190/Nutzung-von-Tabak-und-E-Zigaretten-sowie-Methoden-zur-Tabakentwoehnung-in-Deutschland Team: Ben Bode, Dayala Lang, Maik Arnold, Katrin Schlusen Musik: ODESZA - Meridian

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vor 12 Tagen11:26

Horrortrip oder Urlaubsparadies: Wie sicher ist Urlaub im Ausland? | reporter

✈️ In den #Urlaub fliegen während der Corona-Pandemie: Ist das unverantwortlich oder kein Problem? Seit dem 15. Juni 2020 gehen die Flieger wieder nach Mallorca. Wir wollen erleben, wie das funktioniert – vom Check-In bis an den Strand. Aber schon im #Flugzeug kommt der Gedanke: Wie sicher ist so ein Urlaub überhaupt gerade? Bleibe ich gesund? Kommt bei den ganzen Sicherheitsmaßnahmen überhaupt Urlaubs-Feeling auf? Eine Sache vorweg: Entspannung ist anders... 🏝 Vergangene Woche durften die Spanierinnen im eigenen Land noch nicht mal selber reisen. Tausende Deutsche hatten als Test-Touristinnen aber schon die Erlaubnis, auf die Balearen zu kommen. Dafür gab es extra eine Sonderregelung zwischen Deutschland und Spanien. Zusammen mit der Regierung der Balearen und einer Reisegesellschaft wurde das Projekt gestartet. 10.000 Deutsche sollten testen, ob eine Pauschalreise mit den Hygienemaßnahmen realistisch umsetzbar ist. Mittlerweile hat die spanische Regierung das Land komplett geöffnet und jede*r darf wieder einreisen. 😷 Expert*innen warnen jedoch: Fliegen sei nach wie vor ein Risikofaktor für Infektionen. Die Europäische Kommission hat Vorgaben gemacht: Die Airlines sollen im Flugzeug den Mittelplatz in jeder Reihe oder aber jede zweite Reihe freihalten. Das Problem: Wenn das Flugzeug ausgebucht ist – wie in unserem Fall - müssen die Fluggesellschaften an Bord dann plötzlich nicht mehr für Abstand sorgen. Hygienekonzepte gibt es zwar - aber die Umsetzung ist schwierig.

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