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30. Januar 2019

Suchtklinik wegen Cannabis

Zweieinhalb Millionen Menschen in Deutschland kiffen regelmäßig. Für die meisten ist es das perfekte Mittel zum Entspannen und Runterkommen. Was viele aber nicht wissen: Das Cannabis von heute hat sich durch die Züchtung stark verändert. In den letzten zwei Jahrzehnten ist der Wirkstoffanteil in Cannabis, also der THC-Gehalt, von knapp 5 Prozent auf fast 15 Prozent angestiegen. Die gleiche Menge Cannabis wirkt also dreimal so stark wie noch vor 20 Jahren. Dadurch steigt auch das Risiko gesundheitlicher Folgeschäden oder einer Abhängigkeit. Was Cannabis-Abhängigkeit bedeutet, weiß die 19-jährige Julia. Was bei ihr ganz harmlos als nettes Beisammensein mit Freunden begonnen hat, endete damit, dass sich ihr ganzes Leben nur noch um Gras gedreht hat. Julia ist nur bekifft oder überhaupt nicht mehr zur Schule gegangen – am Ende ist sie drei Mal sitzen geblieben und von der Schule geflogen. Doch nicht nur in der Schule, auch privat hat es gekracht. Durch den ständigen Cannabiskonsum war ihre Wahrnehmung benebelt, ihr war „einfach alles total egal!“. Schon die Spülmaschine auszuräumen oder den Müll rauszubringen hat sie überfordert. Auch ihr Kurzzeitgedächtnis war beeinträchtigt. Nur wo sie ihr Gras gelagert hat oder wo der nächste Dealer ist, daran konnte sie sich immer ganz genau erinnern. Doch bis Julia sich eingestanden hat, dass sie tatsächlich abhängig ist, hat es ganz schön lange gedauert. Auf Familie oder Freunde wollte sie damals nicht hören. Erst jetzt im Entzug merkt sie, wie abhängig sie tatsächlich von der Droge war. Sie ist sogar nachts mehrmals aufgestanden, um am nächsten Joint zu ziehen. Alles hat sich nur um Cannabis gedreht. Genau das will Julia jetzt ändern. Dass das kein einfacher Weg ist, ist ihr bewusst. Doch sie hat schon Pläne für die Zeit nach ihrem Entzug: Julia will ihr Abitur machen und vielleicht sogar studieren. Auf der Homepage der Deutschen Haupthilfe für Suchtfragen e.V. könnt ihr nach einer passenden Suchtberatungsstelle in eurer Nähe suchen: http://www.dhs.de/einrichtungssuche.html Den aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung findet ihr hier: https://www.drogenbeauftragte.de/file... Die Studie „Cannabis – Potential und Risiken“ vom Bundesministerium für Gesundheit: https://www.bundesgesundheitsminister... Musik: Pixies – Where Is My Mind Angus & Julia Stone – Babylon Klovn - McKlaren Tunng - Woodcat Team: Saadet Czapski , Sarah Sanner, Jens Barlag, Frank Strätker, Juliane Vari, Tim Schrankel Ihr findet uns auch hier: Twitter: https://twitter.com/reporter Facebook: http://facebook.com/reporter.offiziell/ #reporter gehört zu #funk: YouTube: http://youtube.com/funkofficial funk Web-App: http://go.funk.net Facebook: https://www.facebook.com/funk/

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Zweieinhalb Millionen Menschen in Deutschland kiffen regelmäßig. Für die meisten ist es das perfekte Mittel zum Entspannen und Runterkommen. Was viele aber nicht wissen: Das Cannabis von heute hat sich durch die Züchtung stark verändert. In den letzten zwei Jahrzehnten ist der Wirkstoffanteil in Cannabis, also der THC-Gehalt, von knapp 5 Prozent auf fast 15 Prozent angestiegen. Die gleiche Menge Cannabis wirkt also dreimal so stark wie noch vor 20 Jahren. Dadurch steigt auch das Risiko gesundheitlicher Folgeschäden oder einer Abhängigkeit. Was Cannabis-Abhängigkeit bedeutet, weiß die 19-jährige Julia. Was bei ihr ganz harmlos als nettes Beisammensein mit Freunden begonnen hat, endete damit, dass sich ihr ganzes Leben nur noch um Gras gedreht hat. Julia ist nur bekifft oder überhaupt nicht mehr zur Schule gegangen – am Ende ist sie drei Mal sitzen geblieben und von der Schule geflogen. Doch nicht nur in der Schule, auch privat hat es gekracht. Durch den ständigen Cannabiskonsum war ihre Wahrnehmung benebelt, ihr war „einfach alles total egal!“. Schon die Spülmaschine auszuräumen oder den Müll rauszubringen hat sie überfordert. Auch ihr Kurzzeitgedächtnis war beeinträchtigt. Nur wo sie ihr Gras gelagert hat oder wo der nächste Dealer ist, daran konnte sie sich immer ganz genau erinnern. Doch bis Julia sich eingestanden hat, dass sie tatsächlich abhängig ist, hat es ganz schön lange gedauert. Auf Familie oder Freunde wollte sie damals nicht hören. Erst jetzt im Entzug merkt sie, wie abhängig sie tatsächlich von der Droge war. Sie ist sogar nachts mehrmals aufgestanden, um am nächsten Joint zu ziehen. Alles hat sich nur um Cannabis gedreht. Genau das will Julia jetzt ändern. Dass das kein einfacher Weg ist, ist ihr bewusst. Doch sie hat schon Pläne für die Zeit nach ihrem Entzug: Julia will ihr Abitur machen und vielleicht sogar studieren. Auf der Homepage der Deutschen Haupthilfe für Suchtfragen e.V. könnt ihr nach einer passenden Suchtberatungsstelle in eurer Nähe suchen: http://www.dhs.de/einrichtungssuche.html Den aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung findet ihr hier: https://www.drogenbeauftragte.de/file... Die Studie „Cannabis – Potential und Risiken“ vom Bundesministerium für Gesundheit: https://www.bundesgesundheitsminister... Musik: Pixies – Where Is My Mind Angus & Julia Stone – Babylon Klovn - McKlaren Tunng - Woodcat Team: Saadet Czapski , Sarah Sanner, Jens Barlag, Frank Strätker, Juliane Vari, Tim Schrankel Ihr findet uns auch hier: Twitter: https://twitter.com/reporter Facebook: http://facebook.com/reporter.offiziell/ #reporter gehört zu #funk: YouTube: http://youtube.com/funkofficial funk Web-App: http://go.funk.net Facebook: https://www.facebook.com/funk/

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vor 18 Tagen04:10

Was steckt hinter superstraight? (Snapchat)

📱 Alles fing an mit einem Video auf TikTok: Der User "Kyleroyce" bezeichnet sich dort als "super straight" und erklärt: Frauen, die nicht als solche geboren wurden, seien für ihn keine echten Frauen. Er würde sie lieber nicht daten. Transfeindlich sei er aber nicht. Das Video ist inzwischen gelöscht – es hat trotzdem eine ziemliche Welle ausgelöst. Viele Männer bezeichnen sich seitdem als "super straight". Teils sind sie offen transfeindlich, teils erklären sie, wie Kyleroyce, mit Transfeindlichkeit habe das nichts zu tun. Was steckt hinter dieser Bewegung? 🤔 Ist #superstraight transfeindlich? Die DGTI hat uns dazu eine Stellungnahme geschickt und sagt darin: "Neben der Tatsache, dass hier Frauen pauschal sexualisiert werden, drückt die Formulierung „super straight“, in der Art wie sie benutzt wird, eine transfeindliche Haltung aus, da sie trans* Frauen ihr Frausein abspricht. Mit diesem Begriff wird unterstellt, dass trans* Frauen keine Frauen, aber auch trans* Männer keine Männer sind. Natürlich kann jeder Mensch für sich selbst entscheiden, mit welcher Person eine (sexuelle) Beziehung eingegangen wird. Wenn es allerdings gezielt dazu verwendet wird einer Gruppe generell ihre Geschlechtsidentität abzusprechen, drückt dies nicht mehr nur eine sexuelle Präferenz aus, sondern eine Ablehnung gegen Minderheiten und ist damit im höchsten Maß menschenfeindlich." 🌈 Hier findet ihr die Deutsche Gesellschaft für Transidentität: https://www.dgti.org/

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