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20. Dezember 2018

Traumjob Schauspieler – So hart ist das Business

Schauspieler werden – für viele immer noch ein Traum. Jedes Jahr bewerben sich Tausende an den Schauspielschulen, nur die allerwenigsten werden jedoch genommen. Zu den renommiertesten Schauspielschulen im deutschsprachigen Raum gehört die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Mehr als 1000 Bewerber gibt es hier jedes Jahr, nur 25 bekommen einen der begehrten Ausbildungsplätze. Einer, der das geschafft hat, ist Jan Meeno Jürgens. Er steht kurz vor seinem Abschluss und Tim hat ihn begleitet: In seiner Schauspielschule und bei Proben, bis hin zu seinem ersten großen Vorsprechen. Schnell wird klar: Der Weg zum ersten Job ist alles andere als einfach, denn die Konkurrenz ist groß: Etwa 200 Absolventen staatlicher Schauspielschulen und 400 Berufsanfänger von privaten Schulen drängen jährlich auf den Arbeitsmarkt – und das bedeutet Konkurrenzkampf im Casting- und Vorsprech-Marathon. Für einen Einstieg in die Branche veranstaltet das Rheinische Landestheater in Neuss jedes Jahr ein „Zentrales Vorsprechen der deutschsprachigen Hochschulen für Schauspiel und darstellende Kunst“. Die Liste der teilnehmenden Schauspielschulen ist lang: Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Folkwang Universität der Künste, Otto-Falckenberg-Schule München, Hochschule für Musik und Theater Rostock, die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, usw… Sie alle schicken ihre Schauspiel-Absolventen zum zentralen Vorsprechen, denn dort haben sie die Gelegenheit, vor Fachpublikum (Regisseure, Casting Directors, Intendanten, etc.) zu zeigen, was sie in ihrer Ausbildung gelernt haben. Wer überzeugt, wird zu „richtigen“ Castings eingeladen – für Theaterrollen, Serien oder Filme. Eine Jobzusage bedeutet jedoch nicht direkt den großen Durchbruch – im Gegenteil: Es gibt kaum einen Beruf, in dem Traum und Wirklichkeit weiter auseinanderklaffen, als bei Schauspielern. Fernsehen, Kinoleinwand, roter Teppich auf der einen Seite - Existenzängste, befristete Beschäftigung und Jobcenter auf der anderen. Laut einer Studie der Uni Münster (2011) verdienen rund 55% der Schauspieler unter 20.000 Euro brutto im Jahr - 20% sogar weniger als 5.000 Euro. Auf Top-Gagen über 100.000 Euro im Jahr kommen nur 5%. Zwar sind Gagen für einen Drehtag von 1.000 bis 2.000 Euro keine Seltenheit, was erstmal viel klingt. Allerdings handelt es sich dabei um eine Pauschale, die meist auch Vorbereitung, Proben, Texte lernen, PR-Termine und etwaige Nachsynchronisation abgeltet und Drehtage gerne mal 16 Stunden dauern können. Wer dabei auf 40 Drehtage im Jahr kommt, gehört zu den absoluten Top-Leuten. Viele andere sind froh, wenn sie dazwischen ein Hörbuch einsprechen oder Kurse an der Schauspielschule geben können. Einzelne fahren sogar Taxi, kellnern oder leben zeitweise von Hartz IV. Auch Altersarmut ist ein Thema. Kurz: Nur von der Schauspielerei kann nur eine Minderheit leben. Deshalb ist Tim der Frage nachgegangen, was es WIRKLICH bedeutet, Schauspieler zu werden und hat einen Einblick bekommen in eine Branche, hinter der weit mehr steckt, als nur Glamour und Blitzlichtgewitter.

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Schauspieler werden – für viele immer noch ein Traum. Jedes Jahr bewerben sich Tausende an den Schauspielschulen, nur die allerwenigsten werden jedoch genommen. Zu den renommiertesten Schauspielschulen im deutschsprachigen Raum gehört die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Mehr als 1000 Bewerber gibt es hier jedes Jahr, nur 25 bekommen einen der begehrten Ausbildungsplätze. Einer, der das geschafft hat, ist Jan Meeno Jürgens. Er steht kurz vor seinem Abschluss und Tim hat ihn begleitet: In seiner Schauspielschule und bei Proben, bis hin zu seinem ersten großen Vorsprechen. Schnell wird klar: Der Weg zum ersten Job ist alles andere als einfach, denn die Konkurrenz ist groß: Etwa 200 Absolventen staatlicher Schauspielschulen und 400 Berufsanfänger von privaten Schulen drängen jährlich auf den Arbeitsmarkt – und das bedeutet Konkurrenzkampf im Casting- und Vorsprech-Marathon. Für einen Einstieg in die Branche veranstaltet das Rheinische Landestheater in Neuss jedes Jahr ein „Zentrales Vorsprechen der deutschsprachigen Hochschulen für Schauspiel und darstellende Kunst“. Die Liste der teilnehmenden Schauspielschulen ist lang: Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Folkwang Universität der Künste, Otto-Falckenberg-Schule München, Hochschule für Musik und Theater Rostock, die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, usw… Sie alle schicken ihre Schauspiel-Absolventen zum zentralen Vorsprechen, denn dort haben sie die Gelegenheit, vor Fachpublikum (Regisseure, Casting Directors, Intendanten, etc.) zu zeigen, was sie in ihrer Ausbildung gelernt haben. Wer überzeugt, wird zu „richtigen“ Castings eingeladen – für Theaterrollen, Serien oder Filme. Eine Jobzusage bedeutet jedoch nicht direkt den großen Durchbruch – im Gegenteil: Es gibt kaum einen Beruf, in dem Traum und Wirklichkeit weiter auseinanderklaffen, als bei Schauspielern. Fernsehen, Kinoleinwand, roter Teppich auf der einen Seite - Existenzängste, befristete Beschäftigung und Jobcenter auf der anderen. Laut einer Studie der Uni Münster (2011) verdienen rund 55% der Schauspieler unter 20.000 Euro brutto im Jahr - 20% sogar weniger als 5.000 Euro. Auf Top-Gagen über 100.000 Euro im Jahr kommen nur 5%. Zwar sind Gagen für einen Drehtag von 1.000 bis 2.000 Euro keine Seltenheit, was erstmal viel klingt. Allerdings handelt es sich dabei um eine Pauschale, die meist auch Vorbereitung, Proben, Texte lernen, PR-Termine und etwaige Nachsynchronisation abgeltet und Drehtage gerne mal 16 Stunden dauern können. Wer dabei auf 40 Drehtage im Jahr kommt, gehört zu den absoluten Top-Leuten. Viele andere sind froh, wenn sie dazwischen ein Hörbuch einsprechen oder Kurse an der Schauspielschule geben können. Einzelne fahren sogar Taxi, kellnern oder leben zeitweise von Hartz IV. Auch Altersarmut ist ein Thema. Kurz: Nur von der Schauspielerei kann nur eine Minderheit leben. Deshalb ist Tim der Frage nachgegangen, was es WIRKLICH bedeutet, Schauspieler zu werden und hat einen Einblick bekommen in eine Branche, hinter der weit mehr steckt, als nur Glamour und Blitzlichtgewitter.

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vor 12 Tagen11:26

Horrortrip oder Urlaubsparadies: Wie sicher ist Urlaub im Ausland? | reporter

✈️ In den #Urlaub fliegen während der Corona-Pandemie: Ist das unverantwortlich oder kein Problem? Seit dem 15. Juni 2020 gehen die Flieger wieder nach Mallorca. Wir wollen erleben, wie das funktioniert – vom Check-In bis an den Strand. Aber schon im #Flugzeug kommt der Gedanke: Wie sicher ist so ein Urlaub überhaupt gerade? Bleibe ich gesund? Kommt bei den ganzen Sicherheitsmaßnahmen überhaupt Urlaubs-Feeling auf? Eine Sache vorweg: Entspannung ist anders... 🏝 Vergangene Woche durften die Spanierinnen im eigenen Land noch nicht mal selber reisen. Tausende Deutsche hatten als Test-Touristinnen aber schon die Erlaubnis, auf die Balearen zu kommen. Dafür gab es extra eine Sonderregelung zwischen Deutschland und Spanien. Zusammen mit der Regierung der Balearen und einer Reisegesellschaft wurde das Projekt gestartet. 10.000 Deutsche sollten testen, ob eine Pauschalreise mit den Hygienemaßnahmen realistisch umsetzbar ist. Mittlerweile hat die spanische Regierung das Land komplett geöffnet und jede*r darf wieder einreisen. 😷 Expert*innen warnen jedoch: Fliegen sei nach wie vor ein Risikofaktor für Infektionen. Die Europäische Kommission hat Vorgaben gemacht: Die Airlines sollen im Flugzeug den Mittelplatz in jeder Reihe oder aber jede zweite Reihe freihalten. Das Problem: Wenn das Flugzeug ausgebucht ist – wie in unserem Fall - müssen die Fluggesellschaften an Bord dann plötzlich nicht mehr für Abstand sorgen. Hygienekonzepte gibt es zwar - aber die Umsetzung ist schwierig.

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