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13. Juni 2023

Nazi-Kiez in Eisenach: Wer sind Knockout 51? | STRG_F

Sie trainierten Kampfsport und wollten offenbar Mitglieder der linken Szene töten. Dabei waren die Mitglieder der Nazi-Gruppierung “Knockout 51” zum Teil noch nicht einmal volljährig. Über Jahre hinweg sollen mindestens 14 Mitglieder in Eisenach daran gearbeitet haben, einen “Nazi-Kiez” zu schaffen. Nicht nur mit bedrohlichen Graffiti und Stickern, sondern auch mit zahlreichen Gewaltverbrechen terrorisierte “Knockout 51” die Kleinstadt in Thüringen. Vor allem die jungen Leute vor Ort bekamen den Terror zu spüren. Jetzt hat die Generalbundesanwaltschaft gegen die vier Hauptbeschuldigten Anklage erhoben: Gründung bzw. Mitgliedschaft in einer kriminellen und terroristischen Vereinigung lautet der Vorwurf. Julian Feldmann, Sebastian Heidelberger und Timo Robben haben versucht, mit den Betroffenen und natürlich mit den mutmaßlichen Mitgliedern der Nazi-Jugend zu sprechen.

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Reportagen eines jungen Reporter-Teams: eintauchend und aufdeckend. Nah und journalistisch. Ehrlich und empathisch.

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13. Juni 2023

Nazi-Kiez in Eisenach: Wer sind Knockout 51? | STRG_F

Sie trainierten Kampfsport und wollten offenbar Mitglieder der linken Szene töten. Dabei waren die Mitglieder der Nazi-Gruppierung “Knockout 51” zum Teil noch nicht einmal volljährig. Über Jahre hinweg sollen mindestens 14 Mitglieder in Eisenach daran gearbeitet haben, einen “Nazi-Kiez” zu schaffen. Nicht nur mit bedrohlichen Graffiti und Stickern, sondern auch mit zahlreichen Gewaltverbrechen terrorisierte “Knockout 51” die Kleinstadt in Thüringen. Vor allem die jungen Leute vor Ort bekamen den Terror zu spüren. Jetzt hat die Generalbundesanwaltschaft gegen die vier Hauptbeschuldigten Anklage erhoben: Gründung bzw. Mitgliedschaft in einer kriminellen und terroristischen Vereinigung lautet der Vorwurf. Julian Feldmann, Sebastian Heidelberger und Timo Robben haben versucht, mit den Betroffenen und natürlich mit den mutmaßlichen Mitgliedern der Nazi-Jugend zu sprechen.

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vor einem Monat1:01:26

Pädokriminelle im Stream: So sicher fühlen sich Täter | STRG_F EPIC

Eine App, die offenbar von Pädokriminellen durchzogen ist: “Likee”. Die Video-Plattform erinnert an TikTok und wurde allein im Google Playstore über 500 Millionen Mal heruntergeladen. Auch einschlägige Missbrauchsurteile haben gezeigt, dass dort Pädokriminelle gezielt nach Opfern suchen - dennoch wurde dort weiterhin öffentlich Kindesmissbrauch angebahnt, wie STRG_F-Recherchen zeigen. Schon nach kurzer Zeit stoßen STRG_F Reporterinnen Isabell Beer und Isabel Ströh in ihrer Recherche auf Livestreams von Kindern, die sich ausziehen und nackt zeigen. Sie müssen die Recherche unterbrechen. Denn das, was sie dort sehen, ist öffentlich gezeigter Kindesmissbrauch, sogenannte Kinderpornografie. Der Besitz und die Verbreitung sind strafbar. Die Kinder kommen aber nicht selbst auf die Idee, Missbrauchsdarstellungen zu erstellen. Oft werden sie von Erwachsenen manipuliert und zu Handlungen gedrängt. Auch das zeigen die einschlägige Urteile, die STRG_F zur App “Likee” vorliegen. Um zu verstehen, wie dieses Cybergroomerin in der App funktioniert und wie die Täter vorgehen, führen die Journalistinnen drei Abende lang sogenannte Scheinkindversuche für STRG_F durch, bei denen sich ihre Kolleginnen Mette Marit Olsson und Magdalena Stefely (funk) als 12- und 13-jährige Mädchen ausgeben. Seit 2020 können sich Groomer auch bei Scheinkindern, also eigentlich Erwachsenen, wegen Kindesmissbrauch strafbar machen. Die Politik hatte mit der Gesetzesänderung das Ziel, Cybergrooming besser zu bekämpfen. Während die Journalistinnen in nicht einmal 15 Stunden Livestreams sowie privaten Chats und Calls diverse mögliche Straftaten erleben und Groomer identifizieren, führen die deutschen Ermittlungsbehörden nur vereinzelt bis gar keine dieser Scheinkindoperationen durch, wie eine STRG_F-Abfrage ergibt. Wie kann es sein, dass sowas auf einer öffentlichen App passiert und so wenig dagegen gemacht wird? Die STRG_F-Journalistinnen sprechen mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser und dem Bundeskriminalamt über die Ergebnisse der Recherche. Vorbild für den Scheinkind-Versuch ist der tschechische Dokumentarfilm “Gefangen im Netz” von Barbora Chalupová und Vít Klusák aus dem Jahr 2020.