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11. Mai 2021

Neonazi-Aussteiger: ,,Wir wollten den Umsturz" | STRG_F

Er war der bekannteste Neonazi Ostdeutschlands. Die Medien nannten ihn den „Führer von Berlin“: Ingo Hasselbach, zur Zeit der Wende war er Anfang 20. Hasselbach war eine zentrale Figur der militanten rechten Bewegung. Er und seine Kameraden horteten Waffen, übten sich in Wehrsportgruppen, hetzten gegen politische Feinde. Es war die Zeit, in der Asylbewerber-Unterkünfte brannten, in der sich Rechte und Linke Straßenkämpfe lieferten. Neonazi-Kader aus dem Westen witterten vor allem im Osten die Chance für die braune Revolution, den rechten Umsturz. Reporterin Birgit, selbst groß geworden in der DDR, hat Neonazi-Aussteiger Ingo Hasselbach getroffen. Wie kam es dazu? Und wie hat diese Zeit das Heute geprägt? Hasselbach sagt: „Wir haben Strukturen entwickelt, die bis heute wirken.“

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Reportagen eines jungen Reporter-Teams: eintauchend und aufdeckend. Nah und journalistisch. Ehrlich und empathisch.

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11. Mai 2021

Neonazi-Aussteiger: ,,Wir wollten den Umsturz" | STRG_F

Er war der bekannteste Neonazi Ostdeutschlands. Die Medien nannten ihn den „Führer von Berlin“: Ingo Hasselbach, zur Zeit der Wende war er Anfang 20. Hasselbach war eine zentrale Figur der militanten rechten Bewegung. Er und seine Kameraden horteten Waffen, übten sich in Wehrsportgruppen, hetzten gegen politische Feinde. Es war die Zeit, in der Asylbewerber-Unterkünfte brannten, in der sich Rechte und Linke Straßenkämpfe lieferten. Neonazi-Kader aus dem Westen witterten vor allem im Osten die Chance für die braune Revolution, den rechten Umsturz. Reporterin Birgit, selbst groß geworden in der DDR, hat Neonazi-Aussteiger Ingo Hasselbach getroffen. Wie kam es dazu? Und wie hat diese Zeit das Heute geprägt? Hasselbach sagt: „Wir haben Strukturen entwickelt, die bis heute wirken.“

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vor 6 Tagen1:01:26

Pädokriminelle im Stream: So sicher fühlen sich Täter | STRG_F EPIC

Eine App, die offenbar von Pädokriminellen durchzogen ist: “Likee”. Die Video-Plattform erinnert an TikTok und wurde allein im Google Playstore über 500 Millionen Mal heruntergeladen. Auch einschlägige Missbrauchsurteile haben gezeigt, dass dort Pädokriminelle gezielt nach Opfern suchen - dennoch wurde dort weiterhin öffentlich Kindesmissbrauch angebahnt, wie STRG_F-Recherchen zeigen. Schon nach kurzer Zeit stoßen STRG_F Reporterinnen Isabell Beer und Isabel Ströh in ihrer Recherche auf Livestreams von Kindern, die sich ausziehen und nackt zeigen. Sie müssen die Recherche unterbrechen. Denn das, was sie dort sehen, ist öffentlich gezeigter Kindesmissbrauch, sogenannte Kinderpornografie. Der Besitz und die Verbreitung sind strafbar. Die Kinder kommen aber nicht selbst auf die Idee, Missbrauchsdarstellungen zu erstellen. Oft werden sie von Erwachsenen manipuliert und zu Handlungen gedrängt. Auch das zeigen die einschlägige Urteile, die STRG_F zur App “Likee” vorliegen. Um zu verstehen, wie dieses Cybergroomerin in der App funktioniert und wie die Täter vorgehen, führen die Journalistinnen drei Abende lang sogenannte Scheinkindversuche für STRG_F durch, bei denen sich ihre Kolleginnen Mette Marit Olsson und Magdalena Stefely (funk) als 12- und 13-jährige Mädchen ausgeben. Seit 2020 können sich Groomer auch bei Scheinkindern, also eigentlich Erwachsenen, wegen Kindesmissbrauch strafbar machen. Die Politik hatte mit der Gesetzesänderung das Ziel, Cybergrooming besser zu bekämpfen. Während die Journalistinnen in nicht einmal 15 Stunden Livestreams sowie privaten Chats und Calls diverse mögliche Straftaten erleben und Groomer identifizieren, führen die deutschen Ermittlungsbehörden nur vereinzelt bis gar keine dieser Scheinkindoperationen durch, wie eine STRG_F-Abfrage ergibt. Wie kann es sein, dass sowas auf einer öffentlichen App passiert und so wenig dagegen gemacht wird? Die STRG_F-Journalistinnen sprechen mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser und dem Bundeskriminalamt über die Ergebnisse der Recherche. Vorbild für den Scheinkind-Versuch ist der tschechische Dokumentarfilm “Gefangen im Netz” von Barbora Chalupová und Vít Klusák aus dem Jahr 2020.