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13. August 2020

Zwischen Bollywood und Kastensystem – So lebt die indische Community in Chemnitz

In Chemnitz lebt eine der größten indischen Communitys Ostdeutschlands. Ganze 8% von insgesamt 10.389 Studierenden der TU Chemnitz kommen aus Indien. Spricht man allerdings von Chemnitz, geht es leider häufig um Rassismus, Nazis oder Ausschreitungen. An Menschen indischer Herkunft denken bei der Stadt vermutlich die wenigsten sofort. Es gibt indische Supermärkte, Gebetshäuser der Sikhs und Sportveranstaltungen wie das in Indien beliebte Spiel Cricket. Wie viele ihrer Traditionen leben die Inder:innen in Deutschland? Hat das Kasten-System, das in den 50ern zwar offiziell abgeschafft wurde, aber noch heute Anwendung findet, Auswirkungen auf die indische Community in Chemnitz? Reporterin Mira Brünner fährt zurück in die Stadt, in der sie studiert hat und will erfahren, warum sie als weiße deutsche Studentin kaum Berührungspunkte mit der indischen Community hatte. Ein Wochenende lang taucht sie ein in den Alltag von Menschen aus Indien, und stößt dabei auch auf unerwartete Konflikte innerhalb der indischen Community.

Y-Kollektiv

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Die Dokus und Reportagen zeigen menschlich und nah Themen jenseits des normalen Streams: z.B. zu Impfgegnern oder Modern Stalking.

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13. August 2020

Zwischen Bollywood und Kastensystem – So lebt die indische Community in Chemnitz

In Chemnitz lebt eine der größten indischen Communitys Ostdeutschlands. Ganze 8% von insgesamt 10.389 Studierenden der TU Chemnitz kommen aus Indien. Spricht man allerdings von Chemnitz, geht es leider häufig um Rassismus, Nazis oder Ausschreitungen. An Menschen indischer Herkunft denken bei der Stadt vermutlich die wenigsten sofort. Es gibt indische Supermärkte, Gebetshäuser der Sikhs und Sportveranstaltungen wie das in Indien beliebte Spiel Cricket. Wie viele ihrer Traditionen leben die Inder:innen in Deutschland? Hat das Kasten-System, das in den 50ern zwar offiziell abgeschafft wurde, aber noch heute Anwendung findet, Auswirkungen auf die indische Community in Chemnitz? Reporterin Mira Brünner fährt zurück in die Stadt, in der sie studiert hat und will erfahren, warum sie als weiße deutsche Studentin kaum Berührungspunkte mit der indischen Community hatte. Ein Wochenende lang taucht sie ein in den Alltag von Menschen aus Indien, und stößt dabei auch auf unerwartete Konflikte innerhalb der indischen Community.

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vor 16 Tagen24:53

Freilerner – Wie funktioniert Bildung ohne Schule?

Freilerner lehnen die Schulpflicht in Deutschland ab. Sie sagen: Die Schule sei eine Qual für ihre eigenen und viele andere Kinder. Stattdessen sollen sich Kinder selbstständig Wissen aneignen, je nach Interessen und Lust. Mit diesem Verhalten verstoßen sie allerdings gegen das deutsche Grundgesetz. Das sieht vor, dass jedes Kind ein Recht auf Schulbildung hat und ab dem Alter von sechs Jahren neun bis zehn Jahre in die Schule gehen muss, das ist die sogenannte Vollzeitschulpflicht. Daran schließt sich gegebenenfalls die Berufsschulpflicht an. Die Befreiung von der Schulpflicht erfolgt nur in Ausnahmefällen, wie einer starken Behinderung des Kindes, welche einen Schulbesuch nicht möglich macht. Reporter David Donschen besucht eine Mutter, die ihre Kinder freilernen lässt. Stefanies Tochter Lomi müsste jetzt eigentlich in der 2. Klasse sein. Allerdings war sie nur wenige Tage in der Grundschule, dann wollte sie nicht mehr und lernt jetzt zu Hause: Wann und was sie will. Lomi und ihr fünf-jähriger Bruder Mel dürfen frei entscheiden, wie sie sich ihren Tag einteilen: Wann sie aufstehen, wie lange sie vor dem Computer sitzen, was sie machen. Auch Familie Reichert hat bereits Erfahrungen mit dem Freilernen gemacht. Tochter Amy ist nur bis zur fünften Klasse in die Schule gegangen. Trotzdem hat sie Abitur gemacht und studiert heute. Wie sinnvoll ist das Freilernen? Bietet es eventuell mehr Chancen als das klassische Schulsystem?

vor 29 Tagen18:20

Bedingungsloses Grundeinkommen: Was passiert, wenn wir Geld geschenkt bekommen?

Jeden Monat 1.000 Euro mehr auf dem Konto – ohne etwas dafür tun zu müssen: Das Bedingungslose Grundeinkommen klingt nach dem besten Stipendium der Welt. Aber auch nach Utopie. Wie würde ein Leben mit Grundeinkommen aussehen? Reporterin Julia Rehkopf fährt in diesem Film nach Baden-Württemberg und trifft dort Alex, der ein Jahr lang ein Grundeinkommen von 1.000 Euro im Monat bekommen hat. Alex erzählt ihr, dass sich das Geld wie eine „Lohnerhöhung“ angefühlt hat, denn mit dem Arbeiten aufgehört habe er deswegen nicht. Das zusätzliche Geld habe ihm vor allem eins gegeben: Freiheit. Statt jedes Mal ans Bankkonto denken zu müssen, ließ ihm das Grundeinkommen den Spielraum, bewusster über sein Konsumverhalten nachzudenken. Finanziert hat das Ganze der Verein „Mein Grundeinkommen“, der seit 2014 Spendengelder dafür sammelt, das Grundeinkommen für jeweils ein Jahr an verschiedene Bewerber verlosen zu können. Initiator Michael Bohmeyer erzählt, warum er seit sechs Jahren Geld verschenkt – und das für eine gute Idee hält. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sind schon jetzt etwa die Hälfte der Deutschen für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Am 18. August 2020 hat sein Verein das „Pilotprojekt Grundeinkommen“ gestartet. Mit dem Projekt begleitet „Mein Grundeinkommen“ die Auszahlung bedingungsloser Grundeinkommen mit wissenschaftlicher Unterstützung. Die erste Studie startet jetzt: 120 Menschen erhalten drei Jahre lang monatlich 1.200 Euro on top. Bedingungslos. Die Effekte werden mit einer Vergleichsgruppe überprüft. Ab jetzt ist eine Bewerbung für das Pilotprojekt möglich, gesucht werden insgesamt 1.500 Studienteilnehmende. Mehr Informationen auf: https://www.pilotprojekt-grundeinkommen.de/

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