Was macht ihr überhaupt?

Hey! Wir sind funk, wir sind ARD und ZDF und wir sind kein Fernsehkanal. Wir sind ein Netzwerk mit Inhalten für 14- bis 29-Jährige – mit Inhalten für 15 Millionen Deutsche also. Wir produzieren Formate für unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Interessen. Zusammen mit allen Rundfunkanstalten, mit Partnern aus der Webvideobranche und jungen, talentierten MedienmacherInnen arbeiten wir an wissenswerten, kritischen, lustigen, unterhaltenden und hoffentlich fesselnden Inhalten. Unsere Formate wie „Kliemannsland“ und „Y-Kollektiv“ findet ihr direkt auf YouTube, Facebook, Snapchat und Instagram und auf funk.net.

In der funk App gibt es kostenlose Serien wie „Fargo“ oder „The Aliens“ und jeden Tag ausgewählte Geschichten, in denen es um Netzphänomene und virale Hits, Hintergründe zum Tagesgeschehen, Lifestyle-Trends und um unsere eigenen Formate und Köpfe geht. Seit dem 1. Oktober 2016 sind wir online. Fertig ist funk trotzdem noch nicht. Eigentlich wird funk auch nie fertig sein, denn wir werden uns ständig verändern und weiterentwickeln. Zusammen mit euch wollen wir über bestehende Inhalte diskutieren und neue Ideen entwickeln.

Wer seid ihr?

In unserer Zentrale in Mainz arbeiten ca. 40 Menschen. Von hier aus steuern wir grundlegende inhaltliche Fragen, Technik, die App und unsere Verwaltung. Aber funk ist eigentlich noch viel mehr: Wir sind auch alle neun Landesrundfunkanstalten und das ZDF, wo jeweils eine Redaktion sitzt, die Inhalte mit uns erstellt. Und natürlich sind wir unsere Köpfe: dazu gehören Fynn Kliemann, Nemi El-Hassan, Ronja von Rönne, Mai Thi Nguyen-Kim, und viele, viele mehr.

Warum gibt es euch?

Menschen unter 30 schauen immer weniger fern – erst recht nicht öffentlich-rechtlich. Daher haben die RegierungschefInnen der Länder eine Änderung des Rundfunkstaatsvertrags beschlossen, die ARD und ZDF den Auftrag gibt, Inhalte für Menschen zwischen 14 und 29 zu schaffen. Und zwar unter komplett neuen Bedingungen: Wir sind weder im Fernsehen, noch im Radio sondern ausschließlich im Internet unterwegs. Außerdem können wir unsere Inhalte jetzt dahin bringen, wo die meisten von euch sowieso schon sind: zu YouTube, Facebook, Snapchat und Co.

Wie viel Geld habt ihr?

Wir sind ein öffentlich-rechtliches Angebot und werden daher durch den Rundfunkbeitrag finanziert. Insgesamt haben wir ein jährliches Budget von 45 Millionen Euro. ⅓ davon kommen vom ZDF und ⅔ von der ARD. Und ja, das ist eine Menge Geld – und eine Menge Verantwortung.

Was macht ihr anders als Mediakraft, Studio71, Netflix und andere kommerzielle Anbieter?

Auch wenn wir gerne viel Unfug machen, schwingt bei uns immer der Bildungsauftrag mit. So lame das im ersten Moment klingen mag, bedeutet das auch, dass es bei uns keine Werbung und keine Productplacements gibt. Wir ermöglichen also jungen Talenten, Inhalte zu erstellen, die unabhängig von finanziellen Einflüssen sind.

Wie wählt ihr eure Formate und Köpfe aus?

Wir suchen nach guten Ideen, spannenden Erzählformen und Menschen mit Haltung, die nicht unsere eigene spiegeln muss. Mit etablierten Köpfen arbeiten wir zusammen, weil wir ihnen ermöglichen wollen, Inhalte abseits von kommerziellen Einflüssen zu erstellen. Wir fördern aber auch Newcomer und unterstützen sie redaktionell und finanziell, damit sie die Möglichkeit bekommen, Ideen umzusetzen, an die sie und wir glauben. Wir wählen Formate aus, die etwas zu sagen haben und eine bestimmte Haltung vertreten, die aber nicht unsere spiegeln muss.

Wo findet man eure Inhalte?

Unsere Formate sind auf Facebook, Snapchat, YouTube und Co., und zwar auf ihren eigenen Seiten, Kanälen und Accounts zu finden. Auf funk.net findet ihr sie aber auch noch mal mit unseren Serien gebündelt. Spannende Stories, News und die Serien findet ihr in unserer App!

Warum habt ihr keine Mediathek?

Wir haben zwar keine klassische Mediathek, aber ihr könnt unsere Inhalte immer auch auf funk.net anschauen.

Macht ihr euch abhängig von großen Unternehmen wie Facebook und YouTube?

Wir setzen ja nicht nur auf eine Drittplattform, sondern sind auf Facebook, YouTube, Snapchat und Instagram unterwegs. Das liegt daran, dass wir nicht erwarten, dass ihr einfach so aus dem Nichts auf uns stoßt. Gleichzeitig erwarten wir nicht, dass ihr für jedes soziale Netzwerk einen Account habt, deshalb findet ihr unsere Inhalte auch auf unserer Website und teils auch in unserer App in einem unabhängigen Player.

Kann ein Angebot gleichzeitig für 14- und für 29-Jährige funktionieren?

Nein, kann es nicht. Das muss es auch nicht, denn im besten Fall sieht funk für eine 14-jährige Schülerin komplett anders aus, als für einen 29-jährigen Berufstätigen.

Gibt es eure Serien auch im englischen Original?

Teilweise: „Hoff the Record“ und „Aliens“ gibt es sowohl auf deutsch als auch in der englischen Originalversion.

Wie sieht es mit der Barrierefreiheit bei funk aus?

Barrierefreiheit ist uns super wichtig. Wir untertiteln so viele Formate wie möglich. Formate, die für Facebook konzipiert sind, werden sowieso immer untertitelt.

Wie kann ich mitmachen?

Zusammen mit euch wollen wir über bestehende Inhalte diskutieren und neue Ideen entwickeln. Wenn du also Kritik, Lob, Fragen oder sonstiges hast, dann schreib uns einfach unter , auf unserer Facebookseite oder wo du uns sonst noch im Netz findest.