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25. November 2020

Queerfeindlichkeit: Ich bekomme Morddrohungen

Eine Nacht im September ändert für Roland (@tobleronen_prinz) alles. Jugendliche schlagen auf ihn*sie ein, verletzen ihn*sie so blutig, dass er*sie ins Krankenhaus muss. Einfach, weil er*sie eine “Schwuchtel” sei. Roland ist Opfer von Queerfeindlichkeit. Die Polizei konnte Roland nicht helfen, stufte die Tat sogar lange nicht als politisch motiviert oder homofeindlich ein. Die Täter sind weiterhin auf freiem Fuß. Rolands Schock und Panik wurde in den darauffolgenden Wochen noch schlimmer. Er*sie erhielt Morddrohungen und hetzerische Flyer von einer rechtsextremen Gruppierung, die sogar ein Fotos vor seiner Haustür im Netz veröffentlichte. Und am hellen Tag an einer vollen Busstation, zeigt ihm ein Mann den Hitlergruß. Der Staatsschutz meldete sich, konnte aber Roland auch nicht die Sicherheit zurückgeben. Die Ermittlungen laufen. Und so lebt Roland mit der Angst. Er*sie ist weiterhin politisch aktiv, setzt sich für Antidiskriminierung ein und macht queere Bildungsarbeit, von der er*sie sich mehr wünscht. Vor allem durch seine Erlebnisse sind ihm große Wissenslücken bei den staatlichen Stellen aufgefallen. Linkliste von Beratungsstellen in deiner Nähe: Wenn Du Fragen hast, wenn Du Hilfe und Unterstützung benötigst, kannst Du Dich an folgende Organisationen und Vereine wenden https://www.enough-is-enough.eu/beratungsstellen---linkliste Queere Jugendhilfe in Berlin https://www.queere-jugend-hilfe.de/mitgliedsorganisationen/ LGBT+ Helpline 0800 133 133 (kostenlose Helpline aus der Schweiz, Montag – Donnerstag, 19 – 21 Uhr) Bildung und Antidiskriminierung zu sexueller Orientierung und geschlechtlicher Vielfalt. www.schlau.nrw Redaktion und Regie: Marie Kamprath Kamera: Ute Schnitt: Katharina Frucht, Dimitri Stratakis #AufKlo Zwei Menschen. Eine Klokabine. Und endlich mal Zeit, über die wichtigen Dinge des Lebens zu sprechen: Über Mode und Menstruation. Über das erste Mal und über Schokokuchen. Über dicke Körper und Schmalspurrapper. Wir begeben uns ins Dazwischen, lieben und leben den Bruch. Folgt uns auf …Facebook: https://www.facebook.com/aufklo ...Instagram: https://www.instagram.com/aufklo YEAH! Wir gehören auch zu #funk. Schaut' da mal rein: YouTube: https://youtube.com/funkofficial Web-App: https://go.funk.netFacebook: https://facebook.com/funk

Auf Klo

Zwei Menschen. Eine Klokabine. Und endlich mal Zeit, über die wichtigen Dinge des Lebens zu sprechen.

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25. November 2020

Queerfeindlichkeit: Ich bekomme Morddrohungen

Eine Nacht im September ändert für Roland (@tobleronen_prinz) alles. Jugendliche schlagen auf ihn*sie ein, verletzen ihn*sie so blutig, dass er*sie ins Krankenhaus muss. Einfach, weil er*sie eine “Schwuchtel” sei. Roland ist Opfer von Queerfeindlichkeit. Die Polizei konnte Roland nicht helfen, stufte die Tat sogar lange nicht als politisch motiviert oder homofeindlich ein. Die Täter sind weiterhin auf freiem Fuß. Rolands Schock und Panik wurde in den darauffolgenden Wochen noch schlimmer. Er*sie erhielt Morddrohungen und hetzerische Flyer von einer rechtsextremen Gruppierung, die sogar ein Fotos vor seiner Haustür im Netz veröffentlichte. Und am hellen Tag an einer vollen Busstation, zeigt ihm ein Mann den Hitlergruß. Der Staatsschutz meldete sich, konnte aber Roland auch nicht die Sicherheit zurückgeben. Die Ermittlungen laufen. Und so lebt Roland mit der Angst. Er*sie ist weiterhin politisch aktiv, setzt sich für Antidiskriminierung ein und macht queere Bildungsarbeit, von der er*sie sich mehr wünscht. Vor allem durch seine Erlebnisse sind ihm große Wissenslücken bei den staatlichen Stellen aufgefallen. Linkliste von Beratungsstellen in deiner Nähe: Wenn Du Fragen hast, wenn Du Hilfe und Unterstützung benötigst, kannst Du Dich an folgende Organisationen und Vereine wenden https://www.enough-is-enough.eu/beratungsstellen---linkliste Queere Jugendhilfe in Berlin https://www.queere-jugend-hilfe.de/mitgliedsorganisationen/ LGBT+ Helpline 0800 133 133 (kostenlose Helpline aus der Schweiz, Montag – Donnerstag, 19 – 21 Uhr) Bildung und Antidiskriminierung zu sexueller Orientierung und geschlechtlicher Vielfalt. www.schlau.nrw Redaktion und Regie: Marie Kamprath Kamera: Ute Schnitt: Katharina Frucht, Dimitri Stratakis #AufKlo Zwei Menschen. Eine Klokabine. Und endlich mal Zeit, über die wichtigen Dinge des Lebens zu sprechen: Über Mode und Menstruation. Über das erste Mal und über Schokokuchen. Über dicke Körper und Schmalspurrapper. Wir begeben uns ins Dazwischen, lieben und leben den Bruch. Folgt uns auf …Facebook: https://www.facebook.com/aufklo ...Instagram: https://www.instagram.com/aufklo YEAH! Wir gehören auch zu #funk. Schaut' da mal rein: YouTube: https://youtube.com/funkofficial Web-App: https://go.funk.netFacebook: https://facebook.com/funk

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vor 2 Tagen12:39

Mount Everest: Ich war die erste deutsche Frau

Sie war eine erfolgreiche Moderedakteurin bei der Vogue, wollte aber vom Leben mehr. Und so kam sie von der Kletterwand in einem New Yorker Studio zu den höchsten Bergen der Welt – Helga Hengge (@helgahengge) ist Extrem-Bergsteigerin und die erste deutsche Frau, die es erfolgreich auf den Mount Everest hoch und runter geschafft hat. Helga war Ende zwanzig und gefrustet vom Job als sie sich auf die Suche nach neuen Abenteuern gemacht hat. Ihre erste größere Expedition machte sie in Argentinien. Während ihr Verwandte zur Zugspitze rieten, wollte Helga immer höher hinaus. 7.000 Meter auf den Aconcagua. Damals buchte sie alles ohne Internet, trainierte ein halbes Jahr und erklomm den Berg über Weihnachten. Heute sagt sie, war es eine naive Vorfreude, sie wagte etwas Neues ohne zu viel davon zu wissen. Diese kindliche Freude am Entdecken hat Helga sich bis heute beibehalten. Die Ausrüstung ist etwas professioneller geworden. Nach der ersten Besteigung tingelte Helga von Berg zu Berg und sicherte sich einen Platz in der männerdominierten Community. 1999, zweieinhalb Jahre später wagte sie die Besteigung von Mount Everest – als einzige Frau im Team. Helga erzählt Lisa, wie das so war in der schwindelerregenden Höhe, wie sich ihr Leben danach verändert hat und ob sie das Ganze heute nochmal machen würde. Redaktion und Regie: Marie Kamprath Kamera: Vincent Schnitt: Katharina Frucht, Dimitri Stratakis, Sadaf Javdani

vor 8 Tagen11:30

Toxisches Schocksyndrom: Wann ein Tampon gefährlich werden kann | Auf Klo

Tanja wäre an einem Tampon fast gestorben. Es beginnt zunächst harmlos, mit Grippesymptomen und endet auf der Intensivstation. Zunächst weiß niemand, was Tanja fehlt. Zufällig wird nach drei Tagen im Krankenhaus der Grund für Tanjas, mittlerweile lebensbedrohlichen Zustand gefunden: ein Tampon in ihrer Vagina. Der Tampon hat in ihr eine Blutvergiftung ausgelöst: das toxische Schocksyndrom. Als Tanja das erste Mal ihre Tage bekam, entschied sie sich für Tampons. Es riecht nicht, man sieht fast nichts. Kurz gesagt: Sie dachte, durch einen Tampon bekommt sie und die ganze Welt am wenigsten von der eigenen Periode mit. Die Menstruation soll möglichst unsichtbar sein. Das kennen bestimmt viele. In Tanjas Fall hätte der Tampon als Grund für die Vergiftung vielleicht früher erkannt werden können, wenn die Ärzte gewusst hätten, dass Tanja ihre Tage hat. Auf Klo spricht sie deshalb mit Maria Popov darüber, wie sich ihr Umgang mit der eigenen Menstruation nach dem toxischen Schock drastisch verändert hat. Das toxische Schocksyndrom ist eine Blutvergiftung, die durch Bakterien ausgelöst wird (meist Staphylokokken). Die Bakterien vermehren sich im Körper und schütten Gifte aus. Auch wenn man sich mit Schnitten oder Rissen verletzt, können die gleichen Bakterien in den Körper gelangen. Meistens bekämpft unser Immunsystem jedoch die ausgeschütteten Toxide und wir bekommen gar nichts davon mit. Wenn ein Tampon lange im Körper bleibt oder viel Blut aufgesogen hat, haben diese Bakterien viel Zeit, sich zu vermehren. Die Toxide, die dann in einer großen Zahl ausgeschüttet werden, können einen toxischen Schock auslösen. Deshalb kann man vorbeugen, indem man Tampons häufiger wechselt oder kleinere Tampons verwendet. Wichtig ist auch: Wenn Grippesymptome während der Periode auftreten, aufmerksam zu sein und die:den Ärzt:in zu informieren, die dann abchecken können, ob es ein toxischer Schock sein kann. Patient:innen geht es oft sehr plötzlich schlecht, mit grippeähnlichen Symptomen. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika. Wenn die Vergiftung aber weit fortgeschritten ist und die Organe zu stark angegriffen hat, kann es auch sein, dass eine Dialyse notwendig ist. Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes spricht pro Jahr in ganz Deutschland von etwa 70 bis 80 Menschen, bei denen die Diagnose TSS gestellt wird. Die Hälfte der Menstruierenden benutzen Tampons. Deshalb wird das toxische Schocksyndrom vor allem auch in Verbindung mit Tampons beobachtet. Aber auch alle anderen Periodenprodukte, die das Blut in der Vagina sammeln (z.B. Menstruationstassen, Softtampon), wo sich Bakterien vermehren können, können theoretisch einen toxischen Schock auslösen. Quellen: https://www.researchgate.net/profile/Annelies_Zinkernagel/publication/281566176_CME_Grampositives_toxisches_Schocksyndrom/links/582ae87c08ae102f071ff880/CME-Grampositives-toxisches-Schocksyndrom.pdf https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/infektionen/bakterielle-infektionen-grampositive-bakterien/toxisches-schocksyndrom https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4556184/ https://www.cfp.ca/content/57/6/e208.full#corresp-1 Redaktion und Regie: Linda Huber Redaktionsleitung: Maria Popov und Linda Huber Moderation: Maria Popov Kamera: Vincent Schnitt: Katharina Frucht #AufKlo Zwei Menschen. Eine Klokabine. Und endlich mal Zeit, über die wichtigen Dinge des Lebens zu sprechen: Über Mode und Menstruation. Über das erste Mal und über Schokokuchen. Über dicke Körper und Schmalspurrapper. Wir begeben uns ins Dazwischen, lieben und leben den Bruch. Folgt uns auf …Facebook: https://www.facebook.com/aufklo ...Instagram: https://www.instagram.com/aufklo YEAH! Wir gehören auch zu #funk. Schaut' da mal rein: YouTube: https://youtube.com/funkofficial Web-App: https://go.funk.netFacebook: https://facebook.com/funk

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