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14. Juni 2021

Taub: Wünschst Du dir, ich könnte hören, Annalisa? (mit Gebärdensprache) | Auf Klo

Annalisa Weyel ist Studentin, Schauspielerin und sie ist CODA. CODA ist der englische Begriff für “Children of Deaf Adults”, auf deutsch bedeutet das: Kinder gehörloser Eltern. Annalisa und ihre Schwester sind mehrsprachig, als Kinder einer gehörlosen Mutter und eines schwerhörigen Vater aufgewachsen. Die Deutsche Gebärdensprache zählt zu einer ihrer Muttersprachen. Die beiden können also hören, ihre Eltern nicht. CODA sein, das bedeutete für Annalisa von klein auf, in der Familie anders aufgestellt und eine unterstützende Figur zu sein. E-Mails übersetzen, auf spontanen Behördengängen dolmetschen - für sie ist das selbstverständlich. Annalisa hat dabei oft miterlebt, wie ihre Eltern gesellschaftlich ausgegrenzt werden, sei es bei Schulveranstaltungen oder auf Familienfesten, wo ihre Eltern nicht pausenlos an den Unterhaltungen teilnehmen konnten. Und dann tat sich für Annalisa mit 12 Jahren eine große Chance auf: Um bei Schloss Einstein die Rolle der Schülerin Alva Rehbein zu spielen, ist sie für drei Jahre nach Erfurt gezogen. Für die Familie war das eine Umstellung. Heute setzt sich Annalisa auch dank ihrer Reichweite auf Instagram für die Sichtbarkeit der gehörlosen/tauben Kultur und Sprache ein. Ihr größter Wunsch ist es, dass die Barrieren und Benachteiligungen von Gehörlosen abgebaut werden.Vor der Corona Pandemie hat sie sogar kostenlose Gebärdensprachkurse organisiert, um Gehörlose/Taube und Hörende zusammenzubringen. Durch die Corona-Pandemie kam Annalisa auf die Idee, auf ihrem YouTube Kanal Einführungsvideos in die Gebärdensprache zu veröffentlichen. Schnell wechselte sie zu Instagram und merkte, wie groß das Interesse ist. Mittlerweile erreichen ihre Gebärden-Lern-Videos rund 34.000 Leute. Annalisas Mutter Claudia arbeitet als Erzieherin an einer gehörlosen Schule, unterstützt ihre Tochter und ist selbst sehr aktiv. Bei Auf Klo sprechen Annalisa und ihre Mutter über das Aufwachsen in zwei Welten und darüber, wie es für Claudia war, dass ihre Töchter hören können. Sie stellen sich Fragen, die sie sich so noch nie gestellt haben. Eine Anmerkung zum Video: An einer Stelle erwähnt Claudia, dass "Gehörlose sprechen üben können und nie so perfekt sein werden, wie Hörende". Claudia meinte damit, dass Gehörlose eben nie so perfekt sprechen lernen können wie Hörende, Hörende aber die Möglichkeit haben,Gebärdensprache zu lernen, bis sie "perfekt" sind. Der Unterschied, dass bei der einen Gruppe die Möglichkeit besteht - aber vielleicht der Wille nicht so groß ist - und bei der anderen Gruppe die Erwartung und somit der Druck relativ groß ist, aber die Möglichkeiten grundsätzlich begrenzt sind, wollte sie hervorheben. Redaktion/Regie: Ann-Kathrin Canjé Redaktionsleitung: Linda Huber Moderation: Maria Popov Kamera: Katharina Frucht Grafik: Julia Habich Schnitt: Katharina Frucht #AufKlo​ Zwei Menschen. Eine Klokabine. Und endlich mal Zeit, über die wichtigen Dinge des Lebens zu sprechen: Über Mode und Menstruation. Über das erste Mal und über Schokokuchen. Über dicke Körper und Schmalspurrapper. Wir begeben uns ins Dazwischen, lieben und leben den Bruch. Folgt uns auf ...Facebook:​ ​https://www.facebook.com/aufklo ...Instagram:​ ​https://www.instagram.com/aufklo YEAH! Wir gehören auch zu​ ​#funk​. Schaut' da mal rein: YouTube:​ ​https://youtube.com/funkofficial Web-App:​ ​https://go.funk.netFacebook:​ ​https://facebook.com/funk

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14. Juni 2021

Taub: Wünschst Du dir, ich könnte hören, Annalisa? (mit Gebärdensprache) | Auf Klo

Annalisa Weyel ist Studentin, Schauspielerin und sie ist CODA. CODA ist der englische Begriff für “Children of Deaf Adults”, auf deutsch bedeutet das: Kinder gehörloser Eltern. Annalisa und ihre Schwester sind mehrsprachig, als Kinder einer gehörlosen Mutter und eines schwerhörigen Vater aufgewachsen. Die Deutsche Gebärdensprache zählt zu einer ihrer Muttersprachen. Die beiden können also hören, ihre Eltern nicht. CODA sein, das bedeutete für Annalisa von klein auf, in der Familie anders aufgestellt und eine unterstützende Figur zu sein. E-Mails übersetzen, auf spontanen Behördengängen dolmetschen - für sie ist das selbstverständlich. Annalisa hat dabei oft miterlebt, wie ihre Eltern gesellschaftlich ausgegrenzt werden, sei es bei Schulveranstaltungen oder auf Familienfesten, wo ihre Eltern nicht pausenlos an den Unterhaltungen teilnehmen konnten. Und dann tat sich für Annalisa mit 12 Jahren eine große Chance auf: Um bei Schloss Einstein die Rolle der Schülerin Alva Rehbein zu spielen, ist sie für drei Jahre nach Erfurt gezogen. Für die Familie war das eine Umstellung. Heute setzt sich Annalisa auch dank ihrer Reichweite auf Instagram für die Sichtbarkeit der gehörlosen/tauben Kultur und Sprache ein. Ihr größter Wunsch ist es, dass die Barrieren und Benachteiligungen von Gehörlosen abgebaut werden.Vor der Corona Pandemie hat sie sogar kostenlose Gebärdensprachkurse organisiert, um Gehörlose/Taube und Hörende zusammenzubringen. Durch die Corona-Pandemie kam Annalisa auf die Idee, auf ihrem YouTube Kanal Einführungsvideos in die Gebärdensprache zu veröffentlichen. Schnell wechselte sie zu Instagram und merkte, wie groß das Interesse ist. Mittlerweile erreichen ihre Gebärden-Lern-Videos rund 34.000 Leute. Annalisas Mutter Claudia arbeitet als Erzieherin an einer gehörlosen Schule, unterstützt ihre Tochter und ist selbst sehr aktiv. Bei Auf Klo sprechen Annalisa und ihre Mutter über das Aufwachsen in zwei Welten und darüber, wie es für Claudia war, dass ihre Töchter hören können. Sie stellen sich Fragen, die sie sich so noch nie gestellt haben. Eine Anmerkung zum Video: An einer Stelle erwähnt Claudia, dass "Gehörlose sprechen üben können und nie so perfekt sein werden, wie Hörende". Claudia meinte damit, dass Gehörlose eben nie so perfekt sprechen lernen können wie Hörende, Hörende aber die Möglichkeit haben,Gebärdensprache zu lernen, bis sie "perfekt" sind. Der Unterschied, dass bei der einen Gruppe die Möglichkeit besteht - aber vielleicht der Wille nicht so groß ist - und bei der anderen Gruppe die Erwartung und somit der Druck relativ groß ist, aber die Möglichkeiten grundsätzlich begrenzt sind, wollte sie hervorheben. Redaktion/Regie: Ann-Kathrin Canjé Redaktionsleitung: Linda Huber Moderation: Maria Popov Kamera: Katharina Frucht Grafik: Julia Habich Schnitt: Katharina Frucht #AufKlo​ Zwei Menschen. Eine Klokabine. Und endlich mal Zeit, über die wichtigen Dinge des Lebens zu sprechen: Über Mode und Menstruation. Über das erste Mal und über Schokokuchen. Über dicke Körper und Schmalspurrapper. Wir begeben uns ins Dazwischen, lieben und leben den Bruch. Folgt uns auf ...Facebook:​ ​https://www.facebook.com/aufklo ...Instagram:​ ​https://www.instagram.com/aufklo YEAH! Wir gehören auch zu​ ​#funk​. Schaut' da mal rein: YouTube:​ ​https://youtube.com/funkofficial Web-App:​ ​https://go.funk.netFacebook:​ ​https://facebook.com/funk

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