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2. November 2021

Tod an der Ampel: War das Mord? | Der Fall Johanna H.

Johanna H. ist 22 Jahre alt, als sie abends unterwegs in Berlin ist. Sie schiebt ihr Rad, unterhält sich mit einem Freund. An einer großen Kreuzung, an der Fußgängerampel, will sie die Straße bei Grün überqueren. Einen Moment später ist sie tot. Auf der Flucht vor der Polizei fahren drei Männer mit ihrem Auto bei Rot über die Ampel und überfahren Johanna H. Der Fahrer des Wagens versucht zu fliehen, doch die Polizei schnappt ihn noch am Tatort. Es kommt zur Anklage. Der Fahrer sagt, er habe Johanna H. nicht töten wollen. Er hätte Panik gehabt. Das Gericht muss entscheiden: War das Mord?

Der Fall

Die Hosts von Der Fall wollen Psyche von Opfern und Täter:innen verstehen und fragen nach dem gesellschaftlichen Zusammenhang.

Der Fall gibt es auch hier:

Was heißt das?

2. November 2021

Tod an der Ampel: War das Mord? | Der Fall Johanna H.

Johanna H. ist 22 Jahre alt, als sie abends unterwegs in Berlin ist. Sie schiebt ihr Rad, unterhält sich mit einem Freund. An einer großen Kreuzung, an der Fußgängerampel, will sie die Straße bei Grün überqueren. Einen Moment später ist sie tot. Auf der Flucht vor der Polizei fahren drei Männer mit ihrem Auto bei Rot über die Ampel und überfahren Johanna H. Der Fahrer des Wagens versucht zu fliehen, doch die Polizei schnappt ihn noch am Tatort. Es kommt zur Anklage. Der Fahrer sagt, er habe Johanna H. nicht töten wollen. Er hätte Panik gehabt. Das Gericht muss entscheiden: War das Mord?

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vor 9 Monaten12:50

Wie gefährlich ist es heute als Prostituierte in Hamburg? | Der Fall Fritz Honka

Es ist der 17. Juli 1975. Ein Dachstuhl im Hamburger Stadtteil St.Pauli brennt. Dabei werden vier verkohlte und zerstückelte Frauenleichen gefunden. Der unscheinbare Mieter, der 40-jährige Nachtwächter Fritz Honka, wird schnell festgenommen. Wie sind die Frauen ums Lebens gekommen? Und wer waren sie? Kaum einer vermisst sie nach ihrem Verschwinden. Es sind Frauen aus dem Hamburger Milieu der oft obdachlosen Prostituierten, die alkoholabhängig in den Bars sitzen, zum Beispiel in der Kneipe “Zum Goldenen Handschuh”. Frauen, von denen Männer wie Honka denken, sie können mit ihnen machen, was sie wollen. Honka verbringt seine Freizeit in diesen Kneipen, trinkt sich dort in die Bewusstlosigkeit, nimmt die Prostituierten von der Reeperbahn tagelang mit zu sich nach Hause - und tötet letztendlich vier Menschen. Heute ist der Name Fritz Honka so etwas wie eine popkulturelle Referenz: Bücher, Filme, Tourist:innen in Honkas Stammkneipen und vor seinem Haus - quasi Kultstatus für den Täter. Um die Opfer Gertrud Bräuer, Anna Beuschel, Frieda Roblick und Ruth Schult geht es kaum. Unsere Host und Psychologie-Studentin Chantale fragt sich, warum Menschen einfach so vergessen werden können, dass sie nirgends vermisst werden. Wäre solch ein Verbrechen heute noch möglich? Sind insbesondere Prostituierte auch heute noch dem Gesetz der Straße ausgesetzt und schutzlos gegenüber Menschen wie Fritz Honka?