Ein DAX-ETF kauft mit dem Geld seiner Anleger Aktien von allen in DAX oder auf einer anderen Börse verfügbaren Unternehmen – also ALLEN!
Dabei schreiben sie sich aber nicht mal eine schnelle Einkaufsliste, was es grade so sein darf, sondern die Anteile werden ganz präzise entsprechend der Gewichtung im Index gekauft
So bilden sie die Entwicklung eines Börsenbaromenters getreu der Realität nach: gewinnt also der DAX fünf Prozent, legt auch der ETF um fünf Prozentpunkte zu. Also… ihr wisst schon, im besten Falle :D (Feindbild Blackrock, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Sonntag, 11 November 2018, S.24)
In Deutschland ist der Konzern an allen DAX-Unternehmen, tendenziell so zwischen drei und acht Prozent beteiligt. Bei acht dieser Firmen ist er der größte Einzelaktionär, darunter bei Allianz, Bayer und E.on. (https://www.welt.de/wirtschaft/gallery159306584/So-viele-Anteile-haelt-BlackRock-an-deutschen-Firmen.html)
Heute ist Aladdin so erfolgreich, dass es auch außerhalb von BlackRock bei zahlreichen Unternehmen und Zentralbanken zum Einsatz kommt: etwa ein Zehntel der Vermögenswerte auf der ganzen Welt, also in Zahlen 20 Billionen Dollar, werden mit Hilfe von Aladdin verwaltet. (Die Macht von Blackrock brechen, Handelsblatt, 02.06.2021, S.48)
Experten wie der Grünen Politiker Gerhard Schick warnen vor BlackRocks ach so großer Macht. Schick meint in ‘nem Gastkommentar im Handelsblatt, BlackRocks Macht müsse gebremst werden. (Die Macht von Blackrock brechen, Handelsblatt, 02.06.2021, S.48)
Zwischen 2016 und 2020 ist Friedrich Merz Aufsichtsratschef von BlackRock Deutschland, will aber dann doch wieder Politik machen. (https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/blackrock-friedrich-merz-1.4191123)
Denn auch BlackRock stand im Verdacht, von den Cum Ex Geschäften profitiert zu haben, dazu wurden 2018 sogar in München Büros von BlackRock durchsucht. Für Merz wäre das natürlich extrem schlecht gewesen, beziehungsweise hätte schlecht ausgesehen, wenn er damals Kanzler geworden wäre und nun gegen seine alten Arbeitgeber vorgehen müssen. Denn neben BlackRock wurde auch gegen die HSBC Bank ermittelt, bei der Merz übrigens auch im Aufsichtsrat gesessen hat.
(https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/blackrock-cum-ex-geschaefte-steuerfahnder-durchsuchen-bueros-in-muenchen-a-1237055.html, https://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-Cum-Ex-Connections-von-Friedrich-Merz-article20713486.html, https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/hsbc-friedrich-merz-gibt-aufsichtsratsposten-auf-a-1262687.html)
Und durch den Boom von ETFs wird ja auch BlackRock immer mächtiger. Was die meisten aber nicht verstehen wollen, ist dass BlackRock zwar an seinen Finanzprodukten was verdient, also einfach Gebühren auf die Fonds, das Geld seiner Anleger aber natürlich nicht besitzt, sondern nur verwaltet: Blackrock kann nicht einfach Aktien verkaufen, wenn, dann tun das die Kunden selbst. Und im Gegensatz zu einer großen Bank ist Blackrock auch nicht systemrelevant, das Geld der Anleger ist bei einer Pleite also durch ein Sondervermögen geschützt. (https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/etfs-warum-sie-keine-angst-vor-indexfonds-zu-haben-brauchen-a-7a01b105-964b-41a1-a4f2-9fa7467e7627)
Allein in Hedgefonds steckt weltweit genauso viel Geld wie in ETFs. Und sowas wie Investitionen in Derivate, Einzelaktien und so weiter gibt’s ja auch noch.
(https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/etfs-warum-sie-keine-angst-vor-indexfonds-zu-haben-brauchen-a-7a01b105-964b-41a1-a4f2-9fa7467e7627)
Larry ist seit 40 Jahren verheiratet und tritt nur dann in der Öffentlichkeit auf, wenn er was zu sagen hat. ("Wir haben zu viel zu verlieren", Handelsblatt, Freitag, 29 Januar 2016, S.6)
So hat er durch all die Rettungsaktionen durch BlackRock natürlich auch in der Politik einen exzellenten Ruf. Er ist auch Mitglied in der Demokratischen Partei und es gibt nicht wenige Stimmen, die sagen, wenn Hillary Clinton 2016 gegen Trump gewonnen hätte, wäre Larry der US-Finanzminister geworden. (Der 5-Billionen-Dollar-Mann, Handelsblatt, Freitag, 18 November 2016, S.62)