170.000 Mitarbeiter weltweit. (https://group.mercedes-benz.com/unternehmen/ueberblick.html#:~:text=Das%20Unternehmen%20ist%20an%20den,lag%20bei%20150%2C0%20Mrd)
Karl wird 1844 in Karlsruhe geboren und macht schon direkt Probleme, bevor er überhaupt auf der Welt ist. Seine Eltern sind nämlich nicht verheiratet, und noch schlimmer, seine Mutter ist evangelisch und sein Vater katholisch, ja auweia. (Mercedes-Benz in aller Welt, Nr. 199, Ausgabe 1/1986)
Ein anderes folgt aber schon kurz danach. Es geht um Karls Vater, Johann Georg Benz. (https://web.archive.org/web/20141007000037/http://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/blick_geschichte/blick89/aufsatz2.de)
Damals war es nämlich so: Wer Lokführer war, hat nicht einfach drei Tage die Woche easy gestreikt und drei fünf brutto plus Weihnachtsgeld nach Hause geholt, sondern musste ständig bei laufender Fahrt am sogenannten „offenen Führerstand“ das Fahrzeug bedienen. Die Folge, Karl Senior starb nur drei Jahre nachdem er seinen Traumjob bekommen hatte an einer Lungenentzündung. Carl Junior war da grade mal zwei Jahre alt. (https://www.stern.de/wirtschaft/lokfuehrer-bei-der-deutschen-bahn--so-viel-gehalt-verdienen-sie-34221798.html, https://www.gdl.de/fileadmin/user_upload/www_gdl_de/pdf/service/tarifvertraege/2021-03-01_BuRa-ZugTV.pdf, https://web.archive.org/web/20141007000037/http://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/blick_geschichte/blick89/aufsatz2.de)
Karl ist ein schlauer Junge und sehr gut in der Schule. Er hat, vielleicht durch seinen Vater, ein enormes Interesse an Technik. Bildung ist zu dieser Zeit aber teuer, und die Familie Benz alles andere als wohlhabend. Wie gut, dass er schon früh ein Macher ist und sich sein erstes Taschengeld mit der Reparatur von Uhrwerken verdient. (Mercedes-Benz in aller Welt, Nr. 199, Ausgabe 1/1986, https://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/ka300/exhibits/show/vom-privilegienbrief-zum-bundesverfassungsgericht/carl-benz-und--carlsruhe-)
Karl studiert von nun an am Polytechnikum Karlsruhe Maschinenbau. (Mercedes-Benz in aller Welt, Nr. 199, Ausgabe 1/1986)
Für den Berufseinstieg verschlägt es den Highperformer nach Mannheim, wo er in einer Wagenfarbrik arbeitet .... joa, dass isses aber nicht, nach 4 Jahren wechselt er zu einer anderen Firma die Brücken baut und naja, ein Karl Benz ist kein Brücken-Bauer, er wechselt zu einer Eisenkonstruktionfirma nach Wien. (Die Person hinter dem Produkt, Hans D. Barbier & Fides Krause-Brewer, S.29)
Weil er im Krieg gegen Frankreich 1870-71 als einziger Sohn einer Witwe nach den damaligen Gesetzen nicht eingezogen werden kann, hat er auch direkt Zeit für seine erste Firmengründung. (Die Person hinter dem Produkt, Hans D. Barbier & Fides Krause-Brewer, S.29)
Als erfolgreicher Entrepreneur fehlt da jetzt nur noch ein Schritt zum highperformer. Das Familienglück, Karl heiratet 1872 Bertha Ringer und sie bekommen insgesamt 4 Kinder über die nächsten Jahre. (Mannheimer Verschwörung, Handelsblatt, 2.6.2015, S.24)
Sein Geschäftspartner, mit dem er das Unternehmen gegründet hatte, erweist sich als unfähig, daher brauch er wieder mal von einer Frau einen Startzuschuss. Bertha hilft Karl den Mitgründer aus der Firma rauszukaufen, jetzt ist das Ziel klar. Motorisierte Kutschen bauen! (Die Person hinter dem Produkt, Hans D. Barbier & Fides Krause-Brewer, S.29)
Karl ist ja wie wir wissen ein cleveres Kerlchen, damit keiner Auge macht, lässt er all seine Arbeit von Beginn an patentieren. (Die amerikanische Stadt, Der Spiegel, 24.11.2020; Die Person hinter dem Produkt, Hans D. Barbier & Fides Krause-Brewer, S.30)
Karl schafft es, klassische Banken zu überzeugen. Geil, jetzt die neue Kohle in die Technologie stecken und skalieren. (Die Person hinter dem Produkt, Hans D. Barbier & Fides Krause-Brewer, S.29)
Der Name der neuen Firma: Benz & Co. Rheinische Gasmotoren Fabrik (Die amerikanische Stadt, Der Spiegel, 24.11.2020, Die Person hinter dem Produkt, Hans D. Barbier & Fides Krause-Brewer, S.29)
Und die Kiste kann richtig was, stolze 11kmh Höchstgeschwindigkeit und fast ein PS lassen Mannheim erzürnen. Carls eigener Sohn Eugen musste auch während der – nennen wir sie Probefahrt – immer nebenherlaufen und den Tank weiter befüllen, weil das Teil so schnell leer ist. (Die amerikanische Stadt, Der Spiegel, 24.11.2020)
Hilfe bekommt er auch wieder von seiner frau Bertha. Diese fährt einfach zusammen mit den Kindern ohne den Mann mit dem Benz von Mannheim nach Pforzheim, 104km, die erste Automobil Fernfahrt der Welt. Das lässt die Leute staunen. Als sie ankommt, schickt sie Telegramme von ihrer Fahrt an alle großen Zeitungen und alle Städte der Welt. Das macht Aufsehen. (Mannheimer Verschwörung, Handelsblatt, 2.6.2015, S.24)
1890 ist die Benz & Cie. Rheinische Gasmotoren Fabrik schon die zweitgrößte Fabrik für Motoren in ganz Deutschland. (Die Person hinter dem Produkt, Hans D. Barbier & Fides Krause-Brewer, S.29)
Gottlieb Daimler wird 1834 in einfachen Verhältnissen als sohn eines Bäckers in der nähe von Stuttgart geboren. (Der Vater des Automobils (deutschlandfunk.de))
Gottlieb ist aber auch an Technik interessiert, das kombiniert mit seinen handwerklichen Fähigkeiten bringt ihm zu einer Ausbildung zum Büchsenmacher. Er ist gut in seinem Gebiet, weshalb er danach noch Maschinenbau an der polytechnischen Schule Stuttgart studiert. Studieren ist damals ein echter flex, hinzukommt, dass er auch mehrere Auslandsreisen in sein Studium integriert. Gottlieb hat es also in seinen 20ern schon bildungstechnich nach ganz oben geschafft. (Die Person hinter dem Produkt, Hans D. Barbier & Fides Krause-Brewer, S.21f)
Unter seinen Mitarbeitern ist ein erst 19 Jahre alter Konstrukteur, der aber schon zu den besten der ganzen Fabrik gehört. Sein Können fällt Daimler sofort auf, er ahnt noch nicht, dass beide in Zukunft gemeinsam die Welt verändern werden. Der Name des 19-Jährigen: Wilhelm Maybach. (Die Person hinter dem Produkt, Hans D. Barbier & Fides Krause-Brewer, S.23)
Die beiden verstehen sich blind und arbeiten sehr gut zusammen. Auch privat läuft es bei Gottlieb. 1867 heiratet er Emma Pauline Kuntz, mit der er 5 Kinder haben wird. (https://www.dhm.de/lemo/biografie/gottlieb-daimler)
Daimler wird technischer Direktor und Maybach Leiter des Konstruktionsbüros. Hier haben sie die Infrastruktur, die sie brauchen, um das Motorengame auf das nächste Level zu bringen. In den nächsten Jahren skaliert die Fabrik. Von anfänglich ca. 60 auf später über 200 Mitarbeiter. (https://www.dhm.de/lemo/biografie/gottlieb-daimler; Die Person hinter dem Produkt, Hans D. Barbier & Fides Krause-Brewer, S.24)
Es gibt aber ein Problem. Daimler ist technischer Direktor, es gibt aber auch einen kaufmännischen Direktor, Nikolaus Otto, dem auch die Fabrik gehört. Er erfindet auch eigene Motoren, am bekanntesten wohl den den 4 Takt Otto-Motor, der seinen Namen trägt. (Die Person hinter dem Produkt, Hans D. Barbier & Fides Krause-Brewer, S.24f)